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Die Schuleingangsphase im Land Sachsen-Anhalt


Informationen des Kultusministeriums

für Lehrkräfte und Eltern


 

1. Aussagen und Hilfen für die praktische Arbeit im Rahmen der Umsetzung der Schuleingangsphase


Broschüre „Die Schuleingangsphase im Land Sachsen-Anhalt“. Es handelt sich hierbei um ein Arbeitsmaterial, das Aussagen und Hilfen für die praktische Arbeit im Rahmen der Umsetzung der Schuleingangsphase bietet.

 

Inhaltsverzeichnis der Broschüre

Broschüre als PDF-Dokument (58 Seiten, 1 MB)

 


 

2. Was tun Eltern und die Schule, wenn die Kinder eingeschult werden?

 

Den Entwicklungsstand der Schulanfänger feststellen/Aufnahme in die Grundschule

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3. Für den Einsatz in Elternversammlungen der Kindertageseinrichtungen oder Grundschulen


Flyer 1 - "Hurra ich bin ein Schulkind"

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4. Elternbrief


Flyer 2 - "Die Gestaltung der Schuleingangsphase als Qualitätsentwicklung von Unterricht"

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Autor/Rechteinhaber: Bildungsserver Sachsen-Anhalt
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22.10.2009
18.12.2009
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Das Kultusministerium veröffentlicht die Broschüre „Die Schuleingangsphase im Land Sachsen-Anhalt“. Es handelt sich hierbei um ein Arbeitsmaterial, das Aussagen und Hilfen für die praktische Arbeit im Rahmen der Umsetzung der Schuleingangsphase bietet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Hinweise zur Arbeit mit der Handreichung – Umsetzung der landesweiten verbindlichen Standards

  2. Landesweite verbindliche Standards

  3. Schuleingangsphase auf einen Blick

  4. In der Schuleingangsphase lernen die Kinder in der Regel in altersgemischten Stammgruppen

  5. In der Schuleingangsphase sind die Lehrerinnen und Lehrer Lernbegleiter - Ein stabiles Team von Pädagoginnen und Pädagogen plant und gestaltet den Unterricht gemeinsam

  6. Die Schuleingangsphase ist Stätte gemeinsamen Lernens aller schulpflichtig werdenden Kinder - Sie haben ein bis drei Jahre Zeit, die Anforderungen der Schuljahrgänge 1 und 2 zu bewältigen

  7. In der Schuleingangsphase bilden die Schuljahrgänge 1 und 2 eine organisatorische und curriculare Einheit

  8. „Auf den Anfang kommt es an!“ In der Schuleingangsphase bestimmt der Stand der Lernausgangslage der Schulanfänger die Gestaltung des Anfangsunterrichts

  9. In der Schuleingangsphase sind Bildungswissen und Kompetenzerwerb gleichermaßen bedeutsam

  10. Die Schuleingangsphase bedeutet Individualisierung des Lernprozesses durch Öffnung von Unterricht, Binnendifferenzierung und vielfältige diagnostische Maßnahmen

  11. Eltern werden zu Erziehungspartnern - Akzeptanz, Transparenz und Vertrauen bilden die Grundlage der Zusammenarbeit, die in Elternvereinbarungen schriftlich fixiert wird

  12. Eine kontinuierliche Leistungsermittlung und die geeignete Dokumentation sind die Basis für jegliches Fordern und Fördern und somit für die bestmögliche individuelle Leistungsentwicklung

  13. Regelmäßige Fortbildung der Lehrkräfte ist Voraussetzung, um den erhöhten Qualitätsanforderungen in der Schuleingangsphase gerecht zu werden

  14. Unterstützungssystem

  15. Fortbildung

  16. Literaturangaben

  17. Anhang
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Autor/Rechteinhaber: Bildungsserver Sachsen-Anhalt
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26.10.2009
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SeitenanfangDie Feststellung des Entwicklungsstands der zukünftigen Schülerinnen und Schüler während des Schulaufnahmeverfahrens als eine Grundlage für die Arbeit
Damit die Grundschule in der flexiblen Schuleingangsphase eine auf die Lernausgangslage ihrer Schülerinnen und Schüler abgestimmte Arbeit leisten kann, muss sie wissen, welche Lernvoraussetzungen und welche Kompetenzen jedes einzelne Kind in den verschiedenen Bildungsbereichen besitzt, welches seine nächsten Lernschritte im Hinblick auf einen Lerngegenstand sein werden und welche Unterstützung es zum Lernen benötigt. Das heißt, die Schule wird sich zunächst über die vorschulische Bildung, die kognitive und körperliche Entwicklung, die Persönlichkeit und die psychosoziale Ausgangssituation jedes einzelnen Kindes so differenziert wie möglich informieren müssen, um davon ausgehend die Arbeit im Anfangsunterricht planen zu können.

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Allgemeines und grundlegende Bestimmungen
2.

Anmeldung des Kindes in der Schule

2.1 Anmeldung

2.2 Hinweise

3.

Feststellung des Entwicklungsstands des Kindes

3.1 Feststellung

3.2 Hinweise

4.

Planung der Schuleingangsphase

5. Konzept der Schule
6. Vorschulische Förderung, besondere Hilfe

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Autor/Rechteinhaber: Frau Mareike GroegerEingestellt am:
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22.10.2009
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Allgemeines und grundlegende Bestimmungen

 

 

 

 

Bek. des MK vom 20.2.2007 - 23- 80100/1-7

 

Bezug:

RdErl. des MK vom 26.1.2004 (SVBl. LSA S. 33), zuletzt geändert durch

RdErl. vom 5.12.2006 (SVBl. LSA S. 315)

 

 

 

Allgemeines

 

Mit der Aufforderung an die Erziehungsberechtigten, ihr Kind zum Besuch der Grundschule anzumelden, beginnt für sie die Phase der Übergangs zur Schule. Auch für die Grundschulen fängt damit ein neuer Abschnitt bei der Vorbereitung des übernächsten Schuljahres an, in dessen Mittelpunkt die Feststellung des Entwicklungsstands der künftigen Schü- lerinnen und Schüler und die Vorbereitung des Anfangsunterrichts für diese Kinder in der flexiblen Schuleingangsphase stehen. Grundlage für diese Arbeit ist der Bezugs-RdErl. Mit dieser Bekanntmachung gibt das Kultusministerium hierzu Hinweise.

 

 

Grundlegende Bestimmungen

 

Gemäß §1 Abs. 3, Satz 1 des Schulgesetzes (SchG) i. d. F. der Bek. vom 11.8.2005 (GVBl. LSA S. 520), zuletzt geändert durch § 8 Satz 2 des Gesetzes vom 17.2.2006 (GVBl. LSA S. 44, 45), hat de Schule die Pflicht, die indivi-duellen Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Die Grundschulen haben gemäß § 4 Abs. 1 Satz 3 SchG bei der Unterrichtsgestaltung die individuellen Voraussetzungen der Schüle-rinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen kognitiven, sozialen, emotionalen und motorischen Entwicklungen zu beachten. Der Anfangsunterricht an Grundschulen soll gemäß § 4 Abs. 4 Satz 2 SchG an die Grunderfahrungen der Kinder anknüpfen und insbesondere Bildungsbereiche und Grunderfahrungen der Kinder in der vorschulischen Bildungs-arbeit in Tageseinrichtungen berücksichtigen. Gemäß § 4 Abs. 3 Satz 2 SchG kann der Besuch der Schulein-gangsphase entsprechend der Lernentwicklung der Schülerin oder des Schülers ein bis drei Schuljahre dauern.

 

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Autor/Rechteinhaber: Frau Kathrin QuenzlerEingestellt am:
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 Anmeldung

 

Bis zum 1.3. des Jahres vor der Einschulung hat die Anmeldung des Kindes in der Schule zu erfolgen. Bei der Anmeldung ist das Kind gemäß Nr. 2.3 Satz 2 des Bezugs-RdErl. von den Eltern persönlich vorzustellen.

 

Hinweise

 

Die Begegnung mit dem Kind und seinen Eltern dient einem ersten Kennenlernen. Zwischen der Grundschule, dem Kind und seinen Eltern wird dabei die Grundlage für die künftige Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gelegt. Die Schule nutzt den Erstkontakt, einen ersten Eindruck vom Kind und seiner Lebenssituation zu gewinnen und über den weiteren Verlauf des Schulaufnahmeverfahrens sowie seine Ziele und Schwerpunkte zu informieren. Im Rahmen der internen Auswertung des Erstkontakts legt die Schule fest,

 

a) mit welchen Eltern bereits zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit der vorzeitigen Einschulung ihres Kindes besprochen werden soll,
b) bei welchen Kindern im Rahmen der Feststellung des Entwicklungsstands die Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnisse besonders differenziert festgestellt werden sollen,
c) wie das weitere Aufnahmeverfahren organisiert werden soll.
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Autor/Rechteinhaber: Frau Kathrin QuenzlerEingestellt am:
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22.10.2009
05.10.2015
Autor/Rechteinhaber: Schuhmann, Rosmarie
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22.10.2009
05.10.2015
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Feststellung des Entwicklungsstands des Kindes

 

 

 

Feststellung

 

Bis zum 15.10. des Jahres vor der Einschulung stellt die Grundschule den Entwicklungsstand des Kindes fest. Sie informiert sich dabei gemäß Nr. 4.4 des Bezugs-RdErl. über die vorschulische Bildung und Entwicklung des Kindes.

 

 

Hinweise

 

Damit die Grundschule in der flexiblen Schuleingangsphase eine auf die Lernausgangslage ihrer Schülerinnen und Schüler abgestimmte Arbeit leisten kann, muss ihr bekannt sein, welche Lernvoraussetzungen und welche Kom- petenzen jedes einzelne Kind in den verschiedenen Bildungsbereichen besitzt, welches seine nächsten Lernschritte im Hinblick auf einen Lerngegenstand sein werden und welche Unterstützung es zum Lernen benötigt. Das heißt, die Schule wird sich zunächst über die vorschulische Bildung, die kognitive und körperliche Entwicklung, die Persönlichkeit und die psychosoziale Ausgangssituation jedes einzelnen Kindes so differenziert wie möglich informieren müssen, um davon ausgehend die Arbeit im Anfangsunterricht planen zu können. Die Feststellung der Lernvoraussetzungen und der Lernbedürfnisse des einzelnen Kindes erfolgt innerhalb eines längeren Zeitraums über mehrere Stufen und in verschiedenen Formen. Sie alle dienen dazu, ein möglichst objektives, facettenreiches Bild vom Kind zu erhalten. Folgendes ist zu berücksichtigen:

 

a) Die wichtigsten Quellen von Informationen über den Entwicklungsstand des Kindes sind das Kind selbst, die Eltern, die Kindertagesstätte (wenn ein Kind eine solche Einrichtung besucht) und der Kinder- und Jugend-ärztliche Dienst.
b) Bei der Feststellung der Lernausgangslage geht es darum, möglichst genau zu erfassen, welche kognitiven, sozialen, emotionalen und motorischen Kompetenzen es in welchem Grad in den verschiedenen Bildungsbe-reichen ausgebildet hat und welche Lern- und Entwicklungsbedürfnisse daraus für seinen weiteren Bildungs- weg resultieren.
c) Im Rahmen der Feststellung der Lernausgangslage ist auch zu erfassen, welche besonderen Interessen oder Fähigkeiten das Kind ausgebildet hat (z.B. im Instrumentalunterricht, bei besonderer sportlicher Betätigung, bei kreativ-praktischer Tätigkeit, im Umgang mit neuen Medien, in besonderen Wissensgebieten).
d) Bei fremd- oder mehrsprachig aufwachsenden Kindern muss der Sprachentwicklung besonderes Augenmerk gewidmet werden: Spricht das Kind eine oder spricht es mehrere Sprachen? Welche Sprache(n) spricht es? Kann es in der deutschen Sprache kommunizieren? In welcher „Sprachumgebung“ wächst das Kind auf (Alltagssprache(n) in der Herkunftsfamilie des Kindes)?
e) Lernausgangslage und Lernbedürfnisse von Kindern, die eine Kindertagesstätte besuchen, werden am besten im Rahmen von gezielten, längerfristig durchgeführten Beobachtungen und Kontakten in der Alltagssituation der Einrichtung, gekoppelt mit einem kollegialen Austausch mit dem pädagogischen Personal der Einrichtung erfasst. Dabei sind die Grundsätze des Datenschutzes zum Umgang mit personengebundenen Daten zu beachten. Es empfiehlt sich auch hier, von Anfang an mit den Eltern partnerschaftlich zusammenzuarbeiten und Ziele und Vorhaben transparent zu machen. Wenn die Kindertagesstätte für ihre Vorschulkinder besondere Angebote zur Vorbereitung auf den Übergang zur Schule anbietet (z. B. ABC-Club, Vorschulkurs), kann die Schule auch diese Veranstaltungen zur Begegnung mit dem Kind nutzen. Dazu ist eine dauerhafte und enge Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte notwendig, die gemäß Nrn. 5.3, 5.5 und 5.6 des Bezugs-RdErl. in einem entsprechenden Konzept zu verankern ist.
f) Bei Kindern, die keine Kindertagesstätte besuchen, sind die Lernausgangslage und die Lernbedürfnisse in erster Linie im Kontakt mit der Familie zu erfassen. Eine Begegnung mit dem Kind ausschließlich in der Schule reicht für die Feststellung der Lernausgangslage nicht aus, weil die unter diesen Bedingungen getroffenen Feststellungen nicht objektiv genug sind.
g) Sollte die Schule im Rahmen des Schulaufnahmeverfahrens besondere Auffälligkeiten bei einem Kind fest- stellen, ist gemäß Nr. 4.4 Satz 4 des Bezugs-RdErl. bei bestehendem Klärungsbedarf die schulpsychologische Beratung einzuschalten.
h) Im Rahmen der Feststellung der individuellen Lernausgangslage und der Lernbedürfnisse des einzelnen Kindes sind in der Regel keine Tests durch die Schule durchzuführen. Falls zur gezielten Erlangung von bestimmten Erkenntnissen über die Kompetenzen des Kindes (z. B. zur Feststellung des Sprachstands) ein Test durch-geführt werden soll, ist hierfür ausschließlich standardisiertes, d. h. wissenschaftlich erprobtes Testmaterial einzusetzen. Mit diesen Tests soll neben dem spezifischem Förderbedarf auch ermittelt werden können, wie ein Kind, das bei der Testung Auffälligkeiten zeigt, zielgerichtet gefördert werden kann. Die Schulleitung ver- antwortet, dass das Testmaterial von entsprechend dafür befähigtem Personal eingesetzt und ausgewertet wird.

 

 

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Autor/Rechteinhaber: Frau Kathrin QuenzlerEingestellt am:
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Planung der Schuleingangsphase

 

 

Die Feststellung des Entwicklungstands der Kinder ist im unmittelbaren Zusammenhang mit der Planung der Schuleingangsphase zu sehen. Am Ende des Feststellungsverfahrens sollte die Schule über Informationen verfügen, die sie in die Lage versetzen, den Unterricht in der Schuleingangsphase den individuellen Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnissen des einzelnen Kindes entsprechend zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Anhaltspunkte bieten die nachfolgend genannten Fragen:

 

a) für Kinder, die in ihrer Entwicklung weit voran geschritten sind:
Welches spezielle Unterrichtsangebot benötigt das Kind, um nach dem ersten Schulbesuchsjahr in den dritten Schuljahrgang zu wechseln? Wie soll der einjährige Unterricht in der Schuleingangsphase für dieses Kind organisiert werden?
Welche besonderen Maßnahmen zur Begabtenförderung sollen ggf. durchgeführt werden?
Wie sind die gewonnenen Erkenntnisse bei der Organisation des Schulalltags zu berücksichtigen? Wie berei- ten sich die Lehrkräfte auf die bedarfsgerechte individuelle Förderung vor?
b) für Kinder, die sich langsamer entwickelt haben:
Welches spezielle Unterrichtsangebot soll dem Kind innerhalb von drei Jahren in der Schuleingangsphase unterbreitet werden? Wie soll der dreijährige Unterricht für dieses Kind organisiert werden?
Welche schulorganisatorischen Möglichkeiten sollen genutzt werden, um die individuelle Förderung für dieses Kind zu gewährleisten?
c) für Kinder mit Migrationshintergrund bei besonderem Sprachförderbedarf:
Worin besteht der spezifische Sprachförderbedarf des einzelnen Kindes? Durch welche zusätzlichen Sprach-förderangebote soll es im Anfangsunterricht besonders unterstützt werden?
Wie wird abgesichert, dass der Unterricht durch qualifizierte Lehrkräfte erteilt wird (z. B. Fortbildung „Deutsch als Zweitsprache“)?
Wie soll die Zusammenarbeit mit den Eltern gestaltet werden, wenn Verständigungssschwierigkeiten be- stehen?
d) für Kinder mit Förderbedarf aufgrund von Beeinträchtigungen:
Welche zusätzlichen Unterstützungssysteme sind für Kinder mit Beeinträchtigungen z. B. im Bewegungs-ablauf oder in der Sinnestätigkeit notwendig? Ist eine Kooperation mit einer Förderschule angeraten? Wie wird sie organisiert?
Durch welche pädagogischen Maßnahmen soll gewährleistet werden, dass das Kind die nötige Unterstützung erhält (z. B. spezieller Förderplan)?
Durch welche organisatorischen Maßnahmen soll gewährleistet werden, dass das Kind die nötige Unter-stützung erhält? Muss ggf. eine Medikamentierung vorgenommen und auf welche Weise soll sie abgesichert werden? Sind z. B. Ruhemöglichkeiten einzurichten?
e) für Kinder mit spezifischen Besonderheiten:
Durch welche organisatorischen Maßnahmen soll ein linkshändiges Kind unterstützt werden (z. B. Platz-wahl)? Welche besonderen Arbeitsmaterialien sind bereitzustellen?

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Konzept der Schule

 

 

Gemäß Nr. 6.2 des RdErl. über die Unterrichtsorganisation an den Grundschulen vom 3.5.2005, (SVBl. LSA S. 158) steht den Grundschulen zur Gestaltung des Schulaufnahmeverfahrens ein gesondertes Stundenkontingent zur Ver- fügung. Die Feststellung der individuellen Lernvoraussetzungen und Lernbedürfnisse der künftigen Schülerinnen und Schüler als Grundlage für die Arbeit im Anfangsunterricht bildet den Schwerpunkt des Verfahrens. Wie es im Einzelnen durchgeführt wird und für welche Maßnahmen dabei das bereitgestellte Stundenvolumen eingesetzt wird, ist von ver- schiedenen Faktoren abhängig. Die gemäß Nr. 5.2 des Bezugs-RdErl. im internen Konzept der Schule zur Gestaltung des Schulaufnahmeverfahrens zu verankernden Ziele und Maßnahmen werden z. B. durch Folgendes beeinflusst:

 

a) Anzahl der angemeldeten Kinder,
b) Anzahl der Kindertagesstätten, mit denen zusammengearbeitet wird,
c) Anzahl der Kinder, die eine Kindertagesstätte und Anzahl der Kinder, die keine Kindertagesstätte besuchen,
d) Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund,
e) Schwerpunkte des Bildungskonzepts der Kindertagesstätten und der Grundschule,
f) bestehende Kooperationsbeziehungen mit anderen Einrichtungen (z. B. therapeutische Angebote, Migrations-dienste, Förderschulen),
g) besondere regionale Bedingungen (z. B. soziale Grundsituation im Planungsgebiet, Verkehrswege).

 

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Vorschulische Förderung, besondere Hilfe

 

 

Für die vorschulische Bildungs- und Erziehungsarbeit sind die Schulen grundsätzlich nicht zuständig.

 

Unabhängig davon trägt die Schule in bestimmtem Maße Verantwortung für ein Kind, auch wenn es noch nicht schul-pflichtig ist. Wenn im Rahmen des Schulaufnahmeverfahrens aus den vorliegenden Befunden (Bericht des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes, Stellungnahme des schulpsychologischen Dienstes), den Einschätzungen der Kindertages-stätte, den Feststellungen der Grundschule oder den Informationen der Eltern ein akuter Bedarf des Kindes an zeitnaher Förderung deutlich wird, stimmt die Schule mit dem Landesverwaltungsamt Möglichkeiten ab, dem Kind vorschulisch die benötigte professionelle Hilfe zukommen zu lassen. Wenn das Kind eine Kindertagesstätte besucht, ist die Einrichtung in diese Abstimmung einzubeziehen. Spezielle vorschulische Förderung kann auf der Grundlage dieser Abstimmung im Einzelfall auch durch eine Förderschule erteilt werden. Förderangebote für ihr Kind sollen den Eltern im Rahmen eines vertrauensvollen, informativen Gesprächs unterbreitet werden.

 

Werden bei einem Vorschulkind im Rahmen des Schulaufnahmeverfahrens Anzeichen von Vernachlässigung oder Miss- handlung festgestellt, hat die Schule neben dem Referat Grundschulen im Landesverwaltungsamt auch das Jugendamt zu informieren.

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Herzlich willkommen in der Grundschule!

 

Schuleingangsphase auf einen Blick

 

Alle Kinder haben unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernvoraussetzungen und ihres Lerntempos genügend Zeit, die Anforderungen der Schuljahrgänge 1 und 2 zu bewältigen. Damit wird einem frühzeitigen Schulversagen vorgebeugt.

 

Liebe Eltern,

 

Ihr Kind kommt nun bald zur Schule.

Damit beginnt ein Lebensabschnitt, der viel Neues bereithält und dem Ihr Kind freudig entgegensieht. In den vergangenen Jahren hat Ihr Kind bereits einiges gelernt und eigene Erfahrungen gesammelt. Als aufmerksame Eltern konnten Sie beobachten, dass es manche Dinge schneller und leichter lernte als andere. Ihnen ist auch nicht entgangen, dass Ihr Kind manches lieber tut als anderes.

Mit dem Schuleintritt Ihres Kindes verbinden Sie den berechtigten Anspruch, dass sein bereits erworbenes Wissen und Können sowie seine Gesamtpersönlichkeit im Unterricht der Grundschule Berücksichtigung finden. Möglicherweise ergeben sich daraus für Sie vielfältige Fragen.

 

 

Was heißt Schuleingangsphase?

 

Zunächst heißt Schuleingangsphase, dass Ihrem Kind die Möglichkeit gegeben wird, entsprechend seiner individuellen Voraussetzungen weiterzulernen. Dabei hat es für die Schuljahrgänge 1 und 2 ein, zwei oder drei Schulbesuchsjahre Zeit So kann es die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen sicher ausbilden sowie Arbeitstechniken und -strategien entwickeln. Diese sichern ihm ein erfolgreiches Lernen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass alle Kinder in die Grundschule aufgenommen werden, selbst wenn sie nicht in allen Bereichen über die notwendigen Voraus-setzungen verfügen. (Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt § 37 Absatz 3)

 

 

Wie ist die Schuleingangsphase organisiert?

 

 

Anfangsunterricht

 

Um Über- und Unterforderung zu vermeiden, ist es von besonderer Bedeutung, dass die Lehrkräfte zu Beginn die Lernvoraussetzungen und -bedürfnisse Ihres Kindes genau erfassen und anschließend die Lernangebote individuell anpassen. So schafft die Schule für Ihr Kind eine Balance zwischen „Können“ und „gefordert sein“.

 

 

Binnendifferenzierung

 

Sie ermöglicht eine vorbeugende Förderung und die Unterstützung besonderer Begabungen. Einige bewältigen die Anforderungen schneller, andere in größerem Zeitumfang und mit einem unterschiedlichen Grad an Hilfsmitteln und persönlicher Betreuung. Der Lehrplan kann trotz unterschiedlicher Voraussetzungen umgesetzt werden. Der Unterricht verlangt nicht von allen Kindern mit der gleichen Methode das Gleiche zur gleichen Zeit im gleichen Zeitraum ab. Moderner, offener Unterricht in verschiedenen Formen und Methoden sowie die Unterstützung in einem Lernverband von Anfang an schaffen Raum für Individualität.

 

 

Jahrgangsmischung

 

Die Schuljahrgänge 1 und 2 werden in der Regel gemeinsam unterrichtet. Das sichert, dass Ihr Kind tatsächlich die Möglichkeit hat, entsprechend seines Lerntempos zu arbeiten und eröffnet allen Kindern die Chance auf einen erfolg-reichen Lernstart. Dabei unterstützen sich Lernerfahrene und Lernanfänger gegenseitig.

 

 

Lehrkräfteteams

 

Ansprechpartner sind für Sie und Ihr Kind wichtig. Deshalb gibt es feste Lehrkräfteteams in der Schuleingangsphase. Lehrkräfte sind nicht ausschließlich Vermittler, sondern unterbreiten Lernangebote, beraten und beobachten Ihr Kind und übernehmen in der Gruppe moderierende Funktion. Dadurch erhalten sie mehr Zeit für das individuelle Arbeiten mit Ihrem Kind.

 

 

Leistungsermittlung

 

Die Leistungsermittlung muss dem veränderten Schulanfang entsprechen. Deshalb ist die Erweiterung des Blickfeldes vom ausschließlichen Leistungsdenken zur ganzheitlichen Sicht auf Ihr Kind durch die Lehrkräfte nötig. Das bedeutet, dass die Ermittlung der Leistung langfristig angelegt sein muss, soll der individuelle Lernfortschritt Ihres Kindes festgestellt werden. So lernen die Kinder, ihre eigene Leistung und die der anderen einzuschätzen. Individuelle Elternvereinbarungen sorgen für Transparenz der Lernfortschritte und geben allen am Lehr- und Lernprozess Beteiligten die nötige Sicherheit. Sie verdeutlichen die Stärken und Schwächen Ihres Kindes im Prozess des Lernens, legen konkrete Maßnahmen zur Entwicklung, Verantwortlichkeiten und Termine fest. Die Lehrkräfte koordinieren und besprechen die Vorgänge mit Ihnen als Eltern.

 

 

Wie können Sie als Eltern diesen Prozess unterstützen?

 

Eltern sind Erziehungspartner.

Je besser die Grundschule und Sie miteinander kooperieren, umso besser gelingt die Umsetzung der Schuleingangsphase, umso mehr stärkt und fördert sie die Begabungen Ihres Kindes.

„Voraussetzung ist ein wertschätzender und höflicher Umgang miteinander, so dass sich ein kooperativer Dialog zwischen Eltern und Lehrkräften als Voraussetzung für die erfolgreiche Bildung und Erziehung entwickelt.“

(„Wegweiser von Eltern für Eltern“ - Landeselternrat Sachsen-Anhalt)

So können beide Partner „ihre Erwartungen erklären und gegebenenfalls auch präzisieren, überdenken und korrigieren“. (Bekanntmachung des MK vom 30.09.2003)

 

 

 

Das sichert den gemeinsamen Erfolg!

 

Informationen und Ansprechpartner zur Gestaltung der Schuleingangsphase in Sachsen-Anhalt

 

 

  • Gesetzliche Grundlagen:

 

- Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt §§ 1,4,37
- Rd.Erl. des MK „Unterrichtsorganisation an Grundschulen“, „Feststellung des Entwicklungsstandes“, „Auf-nahme in die Grundschule“, „Erfolgreich lernen in der Schuleingangsphase“
- Lehrplan Grundschule „Grundsatzband“ Sachsen-Anhalt

 

  • Literatur:

 

- „Neugestaltung der Schuleingangsphase - ein Modellversuch ...“ (Stuchlik,E.)
- „Die Mischung machts - ein Handbuch für Lehrkräfte und Eltern über den jahrgangsübergreifenden Unterricht“ (Bildungshaus Schulbuchverlage)
- „Begabung ist anders“ ( www.grundschulpaedagogik.uni-bremen.de)

 

 

  • Ansprechpartner:

 

- die Lehrkräfte sowie die Leitung der Grundschule des Schulbezirkes,
- die/der zuständige Referent/in des Landesverwaltungsamtes

 

 

 

 

Landesweite verbindliche Standards für die Schuleingangsphase (SEP)

 

der Stand der Lernausgangslage eines jeden Kindes bestimmt die Gestaltung des Anfangsunterrichtes
die Öffnung von Unterricht ermöglicht die Binnendifferenzierung
der zeitliche Umfang beträgt 1 bis 3 Jahre, um die Anforderungen der ersten beiden Schuljahrgänge zu bewältigen
in der Regel erfolgt der Unterricht in altersgemischten Gruppen (Jg. 1/2)
Lehrkräfte sind Lernbegleiter und planen und gestalten den Unterricht in festen Teams
diagnostische Maßnahmen erfolgen in Zusammenarbeit mit schulischen und außerschulischen Partnern
kontinuierliche Leistungsermittlung und deren geeignete Dokumentation sind die Basis für jegliches Fordern und Fördern
Eltern sind Erziehungspartner - schriftliche Elternvereinbarungen sorgen für Vertrauen und Transparenz den Lernprozess Ihres Kindes betreffend
regelmäßige Fortbildung der Lehrkräfte hilft, den erhöhten Qualitätsanforderungen in der Schuleingangsphase gerecht zu werden

 

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Schuhmann, Rosmarie auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalt (http://www.bildung-lsa.de/index.php?KAT_ID=1727#art5413)
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SeitenanfangFlyer 2 - "Die Gestaltung der Schuleingangsphase als Qualitätsentwicklung von Unterricht"

Elterninformation zur Schuleingangsphase für das Land Sachsen-Anhalt

 

 

Liebe Eltern,

 

Ihr Kind lernt nun bald in der Schuleingangsphase.

 

Eine veränderte Kindheit heute und andere Ansprüche der Gesellschaft an ihre Bürger morgen verlangen Veränderun- gen in der schulischen Ausbildung. Die Organisation, Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts an der Schule müssen dem Rechnung tragen.

 

Das Lernen in altersgemischten Stammgruppen ist deshalb ein wesentliches Kernelement, um auf die individuellen Lernvoraussetzungen und –bedürfnisse sinnvoll reagieren zu können. Es vereint die Merkmale guten Unterrichts in besonderer Weise und bietet sowohl fachliche als auch soziale Vorteile beim Lernen.

 

Ihrem Kind „Interesse und Zuwendung zu widmen heißt, mit ihm in einen Dialog zu treten, sich nach seinen Wünschen zu erkundigen, ihm zugleich aber auch von den eigenen Vorstellungen und Ideen zu erzählen, sich mit ihm etwas vor- zunehmen, zu schauen, wie es sich dabei fühlt, es zu begleiten, anzuspornen, auch zu kritisieren und so gemeinsam von einer Situation des Alltages zur nächsten zu gehen“ (S. 96 „Lob der Schule“, Joachim Bauer).

 

Die Schule benötigt die intensive Kooperation mit Ihnen als Eltern mit dem Ziel, Ihrem Kind optimal gerecht zu werden und seine Entwicklung zu fördern. Dabei stehen die Anforderungen an die Bildungs- und Erziehungsarbeit lt. Schulgesetz § 1 im Zentrum der gemeinsamen Aufgabe.

 

„Jedes Kind ist anders, deshalb kommt es auf das individuelle Verhältnis zwischen Erziehenden und Kind an.“, wie der Schülersprecher von Schloss Salem, Dustin Klinger, 2007 aus seinen Erfahrungen heraus äußerte.

 

Kultusministerium Sachsen-Anhalt
Turmschanzenstraße 32
39114 Magdeburg
www.mk.sachsen-anhalt.de

 

 

Informationen und Ansprechpartner zur Gestaltung der Schuleingangsphase in Sachsen-Anhalt

 

 

  • Gesetzliche Grundlagen:

 

-

UN-Kinderrechtskonvention vom 05.04.1992

-

UN-Konvention vom 13.12.2006 für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

-

Bundesgesetz zum Übereinkommen vom 21.12.2008

-

Schulgesetz LSA 11. Änderung

-

Rd.Erl. „Unterrichtsorganisation an Grundschulen“, „Leistungsbewertung in der Grundschule“, „Versetzungs-verordnung“

 

 

  • Literatur:

 

-

„Die gute Schule“ Christian Füller 2009, Verlag Pattloch Sachbuch

-

„Treibhäuser der Zukunft“ Archiv der Zukunft 2007, Beltz-Verlag

-

„Lob der Schule“ Joachim Bauer 2007, by Hoffmann und Campe Verlag GmbH

-

„Was ist guter Unterricht“ Hilbert Meyer 2007, Cornelsen SCRIPTOR

-

„Auf den Anfang kommt es an ...“ Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn, Berlin 2007

-

„Integratives Arbeiten im Schuleingang“, Geiling, U.

 

 

  • Ansprechpartner:

 

-

die Lehrkräfte sowie die Leitung der Grundschule des Schulbezirkes,

-

die/der zuständige Referent/in des Landesverwaltungsamtes

 

 

Förderung der Kinder in der Grundschule 

 

 

Verschiebung

 

Laut § 37 (3) Satz 1 Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt werden schulpflichtige Kinder, die körperlich, geistig, seelisch oder in ihrem Verhalten nicht genügend entwickelt sind, um mit Aussicht auf Erfolg am Unter- richt teilzunehmen, an der Grundschule entsprechend gefördert. Die Schule stellt keine Eingangsanforderungen an die Schulanfänger, sondern stellt klar, was sie tun wird, um den Kindern ein für sie optimales und individu- elles Lernen zu ermöglichen. Damit ist eine Verschiebung der Aufnahme in die Grundschule in den meisten Fällen vermeidbar.

 

Freiwilliges Zurücktreten, freiwilliges Wiederholen bzw. Überspringen eines Schuljahrganges

 

Die Schuleingangsphase als pädagogische und organisatorische Einheit hilft, sowohl eine längere als auch eine kürzere Verweildauer nicht als solche zu empfinden, da das Lernen in altersgemischten Stammgruppen jedem Kind ein bekanntes festes Lernumfeld bietet. Damit erübrigen sich in der Schuleingangsphase die Praktiken des freiwilligen Zurücktretens in den nächsttieferen Schuljahrgang und das freiwillige Wiederholen bzw. das Über- springen eines Schuljahrganges.

 

Versetzung

 

Nach erfolgreichem Absolvieren der Schuljahrgänge 1 und 2 werden die Kinder in den dritten Schuljahrgang versetzt. Kann ein Kind trotz längerer Verweildauer die Anforderungen des zweiten Schuljahrganges nicht er- füllen, wird es in den dritten Schuljahrgang überwiesen. Dort erfolgt dann die Überprüfung hinsichtlich sonder-pädagogischen Förderbedarfs, an deren Ende ein Förderplan und eine Entscheidung zur weiteren Schullaufbahn stehen.

 

Die Gestaltung der Schuleingangsphase als Qualitätsentwicklung von Unterricht

 

 

V: Vorteil

A: Achtung

E: Ergebnis

 

Anfangsunterricht

 

 

Erziehungspartner

 

 

Lehrkräfteteams

 

V: Über- und Unterforderung

    werden vermieden

A: diagnostische Kompetenz der

    Lehrkräfte vertiefen und die

    Lernbiologie mit wissenschaft-

    lichen Erkenntnissen vernetzen

E: Balance zwischen „Können“ und

    „gefordert sein“ für Ihr Kind

V: ermöglicht Kontakte zur weiteren

    Öffnung der Schule und sorgt für

    gegenseitige Information

A: die Mitarbeit anderer - vor allem

    der Eltern - auf gleicher Augen-

    höhe als Gewinn erkennen

E: Vertrauen und gegenseitige Ach-

    tung sind selbstverständlich

V: feste Ansprechpartner für die

    Lerngruppe, Lehrkräfte sind Lern-

    begleiter

A: Lehrkräfte sind nicht mehr vor-

    rangig Vermittler, sondern Initi-

    ator, Moderator, Berater und Be-

    obachter

E: mehr Zeit für das individuelle Ar-

    beiten mit Ihrem Kind

 

Binnendifferenzierung

 

Fortbildung der Lehrkräfte

 

Leistungsermittlung

V: verstärkt die präventive Förde-

    rung und unterstützt besondere

    Begabungen

A: spiralförmiger Zielaufbau des

    schulinternen Lehrplans der Ein-

    gangsphase

E: der Unterricht verlangt nicht von

    allen Kindern mit der gleichen

    Methode das Gleiche zur gleichen

    Zeit im gleichen Zeitraum ab

V: Motivationsschub durch die Auf-

    nahme neuer Ideen, Verbesse-

    rung der Unterrichtsqualität und

    der Erziehungskompetenz

A: ein schlüssiges Fortbildungskon-

    zept für die Schule

E: Nachhaltigkeit der Entwicklungs-

    prozesse der Grundschule

V: langfristig angelegte prozessbe-

    gleitende Leistungsermittlung er-

    fasst die individuelle Leistung und

    den Lernzuwachs Ihres Kindes

A: Erweiterung des Blickfeldes vom

    ausschließlichen Leistungsdenken

    zur ganzheitlichen Sicht auf Ihr

    Kind

E: die Kinder werden befähigt, ihre

    eigene Leistung und die anderer

    einzuschätzen

 

Diagnostik

 

Jahrgangsmischung

 

Verweildauer ein bis drei Jahre

V: gemeinsame Förderung mannig-

    facher Begabungen, Fähigkeiten

    und Neigungen aller

A: offene Unterrichtsformen und

    -methoden in Verbindung mit

    prozessbezogener Diagnostik

E: die Unterstützung in einem ver-

    lässlichen sozialen Kontext

    schafft Raum für Individualität

V: begünstigendes Sozialgefüge, um

    auf individuelle Lernvorausset-

    zungen und -bedürfnisse sinnvoll

    reagieren zu können

A: Kinder aller Leistungsniveaus

    bestmöglich fordern und fördern E: Steigerung der Unterrichts-

    qualität

V: alle Kinder werden eingeschult

    und eine frühe Separierung und

    Stigmatisierung entfallen

A: Vorurteile und Ängste überwin-

    den, Vielfalt als Chance akzep-

    tieren

E: Verschiebung, freiwilliges Zurück-

    treten, freiwilliges Wiederholen

    und „Sitzenbleiben“ erübrigen

    sich

 

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Autor/Rechteinhaber: Bildungsserver Sachsen-Anhalt
Der Name des Autors liegt der Redaktion des Bildungsservers vor.
Eingestellt am:
Stand vom:
22.10.2009
27.10.2009
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27.10.2009
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Rubrik: Schuleingangsphase

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