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Was ist? Was ist?

Nimm mehrere Kärtchen und schreibe auf jede Karte den Namen eines Tieres oder eines Dings: Leopard, Gnu, Weinbergschnecke, Frühlingskonzert. Dann legst du die Karten mit der freien Seite nach oben auf den Tisch. Nun nimmst du die oberste Karte und drehst sie um. Murmle folgenden Satz vor dich hin: „Was ist, was ist mit ...“ Und hier setzt du ein Wort

ein, das auf deinem Kärtchen steht: Weinbergschnecke, Frühlingskonzert oder was auch immer. Wenn du den Satz: „Was ist, was ist mit dem Frühlingskonzert?“ vor dich hingesprochen hast, reimst du aus dem Stegreif einen Antwortreim darauf:

„Was ist, was ist mit dem Frühlingskonzert?

Schon ausverkauft! Karten waren begehrt!“.

 

 

Kinder reimen sehr gern.

Reime klingen schön und man kann lustige und unnütze Reime bilden.

Kinder kennen Reime vom Spielen:

 

Kaiser, König, Edelmann,

Bürger, Bauer, Bettelmann

Du bist nicht,

doch du bist dran.

Ilse Bilse,

keiner will se,

kam der Koch

und nahm se doch.

Ene, mene, Rätsel,

wer bäckt die Brezel,

wer bäckt den Kuchen,

der muss suchen.

Automobil

Fahr nicht so viel,

Benzin ist knapp,

und du bist ab.

Ene, meine, mu,

und raus bist du.

Raus bist du noch lange nicht,

sag mir erst, wie alt du bist.

Zehn Polizisten

Hüpfen in die Kisten,

hüpfen wieder raus,

und du bist draus.

 

 

Merkreime/Eselsbrücken in Reimform aus dem Deutschunterricht zum Thema Groß- und Kleinschreibung:

  • Nach vom, zum oder beim schreib niemals klein.
  • Sei nicht dumm und merk dir bloß: Namenwörter schreibt man groß!
  • Endet ein Wort auf -ung, -heit, -keit, -schaft oder -nis -
    die Großschreibung sei Dir gewiss.
  • Nach l,n,r das merke ja, steht nie tz und nie ck.
  • Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich.
  • "chen" und "lein" machen alle Dinge klein.

 

Reime findet man auch in der Werbung:

  • „Mars macht mobil, bei Arbeit Sport und Spiel.“
  • „Klönen statt löhnen“, „Sprechen statt blechen“ und „Schwatzen statt latzen“ sind Reime eines bekannten Handyanbieters
  • „Willst du viel, dann spül mit Pril.“
  • Um Herren zum Hemdentragen zu animieren, dichteten man im Jahre 1954: „Ein frisches Hemd gibt Wohlbehagen, nicht nur an Sonn- und Feiertagen.“ „Dies Bild zeigt eigentlich genug, das Taghemd ist kein Schlafanzug!“

 

Tipp:

Fordern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler auf, Reime auf dem Weg zur Schule suchen.

  • Welche Werbeplakate begegnen dir?
  • Mit welchen Sprüchen wird geworben?
  • Warum nutzt man Reime als Werbesprüche?

 

Was ist ein Reim?

Der Reim ist im weiteren Sinne eine Verbindung von Wörtern mit ähnlichem Klang. Im engeren Sinne ist der Reim der Gleichklang eines betonten Vokals und der ihm folgenden Laute. Dieser Laut kann je nach Dichtungstradition am Anfang des Wortes (Anlaut), in der Mitte oder am Ende stehen. Beispiel: lauf – sauf; laufen – saufen; Laufender – Saufender. In der linguistisch orientierten Lyriktheorie werden Reime als phonologische Überstrukturierung aufgefasst. (Entnommen aus https://de.wikipedia.org/wiki/Reim, Stand am 28. 4. 2017)

Schon gewusst …, dass

  • in China der Reim bereits zwischen dem 10. und dem 7. Jahrhundert v. Chr. verwendet wurde? Dieses ist durch das Buch der Lieder, die älteste Sammlung von Gedichten und die größte aus vorchristlicher Zeit, bezeugt.
  • der Koran, der im 7. Jahrhundert entstand, in Reimprosa abgefasst ist?
  • als erste in Endreimen abgefasste deutsche (althochdeutsche) Schriftdichtung das Evangelienbuch Otfrids von Weißenburg (um 870) gilt?
  • sehr lebendig der Reim auch noch im 21. Jahrhundert innerhalb der Rap-Poetry und beim Spoken Word ist? Hier wird er auf vielfältigste Weise verwendet.
  • man Reime nach der Stellung im Vers unterscheidet? So gibt es den Binnenreim, den Anfangsreim und den Pausenreim.

 

Warum reimen können so wichtig ist:

Förderung der Entwicklung in vielen Bereichen

Reim und Rhythmus sind die ersten  Speichermedien  für  Sprache  und  ein  sehr  wichtiges  Sprachför-

Sprachfördermaterial  für  Kinder. Das Spiel mit Reimen und das Spiel mit Wörtern macht Kindern großen Spaß.

„Aus   Untersuchungen   weiß   man, dass Kinder, die in frühem Alter vielen  Reimen  und  Gedichten  begegnen  und  dadurch  die  Anlaute  und  auch die Endlaute von Wörtern besser  erkennen  können,  später  auch das  Prinzip  der  Lautbuchstaben  viel  leichter  erlernen,  das  die  Basis  des  Lesens  und  Schreibens  bildet.  Kinder, die in diesem Bereich früh viele spielerische    Anregungen    bekommen, entwickeln diese sog. phonologische Bewusstheit, die ihnen später beim Schriftspracherwerb sehr hilft.“ (Sylvia  Näger.  Literacy  –  Kinder entdecken     Buch-,     Erzähl-     und Schriftkultur.  2005,  Herder  Verlag, Freiburg, Basel, Wien.)

 

Der Kinderreim schult:

  • die Sprachentwicklung des Kindes, vermehrt dessen  Wortschatz und macht ihn mit der Muttersprache vertraut
  • die Konzentration
  • die Merkfähigkeit
  • das Zuhören

Oft sind die Reime mit kleinen Bewegungsspielen gekoppelt. So wird die Feinmotorik und die Motorik des Kindes geschult. Kinder lieben Wiederholungen. Das Gefühl des Wiedererkennens gibt ihnen Vertrauen und Sicherheit.

 

Woher kommt die elementare Faszination der Babys, Kleinkinder und Kinder bis weit in das Grundschulalter an Spielliedern und rhythmischen Reimen?

Dieses können Sie hier nachlesen: http://www.kindergartenpaedagogik.de/698.html (Stand am 28. 4.2017)

 

Fachlehrplan Deutsch, Grundschule:

 

Fachlehrplan_Deutsch_Grundschule.jpg

Schuljahrgang 2

Bereich: Lesen - mit Texten und anderen Medien umgehen

Teilkompetenzen

  • Besonderheiten von Märchen, Gedichten, Reimen oder Rätseln
    entdecken und benennen …
  • Verse, Reime, Gedichte und Sprüche vortragen, auch auswendig

Flexibel anwendbares Grundwissen:

  • Reimen, Sprüchen, Sprachspielen, Liedern und Gedichten, …
  • Gedichten: Strophe, Reim, Versezeile, Klang und Rhythmus

Bereich: Schreiben – Texte verfassen

Flexibel anwendbares Grundwissen zu:

Textsorten wie Geschichten, Einladungen, Kartengrüße, Reime, Elfchen

 

 

Kleine Frühlingsreime im Unterricht:

„Was ist? Was ist?“

 

  • Sammeln Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Frühlingswörter.
  • Schreiben Sie diese auf Kärtchen.
  • Suchen Sie gemeinsam Reimwörter zu den Frühlingswörtern und gestalten Sie so ein Frühlingsgedicht.

 

Frühblüher

Narzissen

Tulpen

Löwenzahn

Autobahn/Bundesbahn

Krokus

Schampus/servus/Zyklus/Überfluss

Spaziergang

Vorrang, Ausklang, stundenlang, Wochenanfang, Ausklang, …

Maiglöckchen

Glockenblume

Schmetterling

Amsel

Sonnenschein

Regentropfen

blühen

Ostern/Osterei/Osterkörbchen

Blumenzwiebel

Schneeglöckchen

Sonnenstrahlen

Farben

 

Findet man zu einem Wort keinen Reim, so ändert man einfach die Satzstellung, so dass ein anderes Wort am Ende der Verszeile steht:

Was ist, was ist mit der Amsel im Baum?

Sie hatte einen wunderschönen Frühlingstraum.

 

Partnerarbeit:

Ein Kind muss auf ein Kärtchen ein mindestens zweisilbiges Wort oder eine Wortgruppe schreiben. Der Partner murmelt nun die Worte „Was ist? Was ist?" vor sich hin und muss nun einen Reim auf das Wort finden.

Welcher Reim ist besonders gut gelungen?

Welcher Reim war sehr schwer?

 

Tipp:

  • Zum Finden von Reimwörtern hilft die Reimmaschine im Netz weiter:  http://www.reimemaschine.de/Reimwort-de-1-0.htm (Stand am 28. 4. 2017)
  • Jedes Kind bringt vom Wochenende ein Frühlingsfoto mit. Zu diesem Foto werden Wörter gesucht. Anschließend wird mit den Wörtern ein „Was ist“ Was ist“- Gedicht gestaltet.

 

Wortspiele aus dem App-Baukasten

 

 
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Frühlingswörter-Reime

 Silbenrätsel - Zuordnungsspiel

 Finde die Reime.

 
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Frühlingswörter gesucht

Ergänze die Wörter.
Die Bilder und Beschreibungen helfen dir dabei.

 

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Autor/Rechteinhaber: Frau Andrea Peter-WehnerEingestellt am:
Stand vom:
02.05.2017
02.05.2017
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02.05.2017
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Rubrik: Sprachspiel: Was ist? Was ist?

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