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Eine starke Demokratie, die neben demokratisch kontrollierten staatlichen Organen und Strukturen vor allem aus Menschen besteht, die demokratische Werte verinnerlicht haben und diese leben, ist eine wichtige zivilisatorische Errungenschaft - und gleichermaßen der beste Schutz vor Diskriminierung, Ausgrenzung, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, (politischer) Gewalt und antidemokratischen Bestrebungen.
Eine demokratische Schulkultur ist durch demokratische Werte und Kommunikationsformen geprägt, durch Anerkennung, Partizipation und Verantwortung, Bildungsgerechtigkeit und Toleranz. Die demokratischen Werte zu vermitteln und zugleich erlebbar zu machen, ermöglicht Lernen auf der Wissens- und der Persönlichkeitsebene.
Originalbild von Luigi Toscano /Lizenz: Keine Lizenz |
Luigi Toscano stellt die überlebensgroßen Fotos auf öffentlichen Plätzen aus, um der Erinnerung an die Opfer der Nazi-Verbrechen ein menschliches Gesicht zu geben. Auf diese Weise erreichen die Bilder die Passanten persönlich und unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache oder Bildung. Mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher weltweit konnte „Gegen das Vergessen“ so bereits erreichen. Ein begleitender Dokumentarfilm feierte 2019 Premiere beim Seattle International Film Festival und wurde für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2020 nominiert. Die zweite Auflage des Bildbandes mit den Fotografien ist Anfang 2020 erschienen. Für dieses Projekt ist der Künstler als erster Fotograf überhaupt mit dem renommierten Titel „UNESCO Artist for Peace ambassador“ ausgezeichnet worden.
Nun möchte der Künstler die Ausstellung auch bundesweit an Schulen zeigen und bittet dafür um Unterstützung. Im auf Schulen zugeschnittenen Format präsentiert „Gegen das Vergessen“ etwa 20 Portraits von Überlebenden der NS-Verfolgung. Diese großformatigen Werke sind wetterfest und werden öffentlich zugänglich etwa auf dem Schulhof ausgestellt. Innerhalb von einem Zeitraum von etwa drei Wochen hat die gesamte Schule die Möglichkeit, sich über die Werke und Biografien mit den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus, Rassismus auf der einen sowie Demokratie, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung auf der anderen Seite auseinanderzusetzen.
Interessierte Schulen können über die Internetseite des Künstlers Kontakt aufnehmen und ihr Interesse bekunden. Dort gibt es auch weitere detaillierte Informationen zum Gesamtprojekt.
"Geschichten aus dem Tagebuch der Anne Frank" ist ein mobiles Demokratielernprojekt für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 8. Ziel ist es, Empathie zu fördern und Perspektiven mittels historischer und politischer Bildung zu erweitern.
Das Projekt beinhaltet ein dokumentarisches Theaterstück und Klassengespräche. Die Teilnahme am Projekt fördert die Toleranzfähigkeit unserer Zielgruppe . Die Zielgruppe der 14-18-jährigen Jugendlichen wird für Ideologien der Ungleichwertigkeit, insbesondere gruppenbezogene menschenfeindliche Haltungen wie die des Antisemitismus sensibilisiert.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Buchung gibt es auf der Website des Theater Scheselong.
Der Malteser Hilfsdienst e. V. im Landkreis Harz bietet Workshops für den Unterricht zum Thema "Fake News in sozialen Netzwerken" statt.
Der Workshop richtet sich an Schüler:innen der Sekundarstufen sowie an Berufsschüler:innen im Alter von 16 bis 27 Jahren. Der interaktive und praxisorientierte Workshop bietet Einblicke in die Themen Desinformation, Fake News, soziale Netzwerke und Influencer. Die Teilnehmenden lernen Strategien zur Identifikation und Einordnung von gefälschten Bildern und Filmsequenzen sowie die Funktionsweise von Social-Media-Algorithmen kennen. Der Workshop kann je nach Bedarf 90 oder 180 Minuten dauern oder als ganzer Projekttag gestaltet werden.
Eine Vor- oder Nachbereitung durch die Lehrenden ist nicht erforderlich, da die Veranstaltenden die notwendige Technik und Materialien mitbringen. Dank der Förderung durch Land und Bund sind die Workshops kostenfrei.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des Malteser Hilfsdienstes. Rückmeldungen und Anfragen können per E-Mail an david.moehres@malteser.org oder telefonisch unter +49 170 9369656 gerichtet werden.
Originalbild von Created with DALL-E /Lizenz: CC0 |
Dieser Online-Kurs ist für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Praktiker:innen der schulischen und außerschulischen Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit sowie Multiplikator:innen konzipiert. Er ist für Einsteiger:innen in das Thema Verschwörungsdenken und Verschwörungserzählungen geeignet. Gleichzeitig können Personen mit Vorkenntnissen mit Hilfe der thematischen Schwerpunkte ihr Wissen auch vertiefen.
Das im Kurs vermittelte Fachwissen ermöglicht ein besseres Verständnis dafür, warum Menschen an Verschwörungserzählungen glauben und an diesem Glauben festhalten. Der Kurs informiert über die psychologischen und sozialen Faktoren, die hinter der Faszination von Verschwörungserzählungen stehen, und stellt verschiedene Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Verschwörungserzählungen verbreiten oder diesen anhängen, vor. Die gesamte Dauer des Kurses beträgt etwa 60 Minuten. Der Kurs ist zum eigenständigen Lernen online konzipiert und besteht aus sechs Modulen mit jeweils ca. zehn Minuten Lernzeit, die aufeinander aufbauen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten bearbeitet werden können. Alle Module können pausiert werden, der Lernfortschritt wird gespeichert.
Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung, dem Landesschulamt und dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung hat das Ministerium für Bildung den "Handlungsleitfaden für Demokratiebildung in der Schule" erarbeitet.
Dieser versteht sich als praxisorientiertes Arbeitsinstrument für Pädagoginnen und Pädagogen, sowohl in der schulischen als auch in der außerschulischen Demokratiebildung.
Der neue Handlungsleitfaden beleuchtet Herausforderungen und Handlungsoptionen und liefert vielfältige Materialien für die pädagogische Praxis. Das Downloadangebot finden Sie im Landesportal.
Auf den Seiten des Ministeriums für Bildung im Landesportal sind Materialien zu den Themen der Demokratiebildung zusammengestellt. Diese Übersicht wird laufend aktualisiert.
Die Materialien und Leseempfehlungen sind in verschiedene Kategorien eingeteilt:
Originalbild von National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention e.V. /Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 |
Kinderrechtebildung umfasst viele Themenfelder und es kann für pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte schwierig sein, das richtige Material für den entsprechenden Bildungsbereich mit einer passenden Medienart zu finden.
Das Kinderrechte-Portal unter www.kinderrechte-portal.de bietet eine wachsende Sammlung an empfehlenswerten Materialien für die Kinderrechtebildung, die einen pädagogischen und kinderrechtlichen Bezug haben und eine Verbindung zur Praxis und zur Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen aufweisen. Die zahlreichen Bildungsmaterialien sind für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und/oder für die Kompetenzerweiterung pädagogischer Fachkräfte und Lehrkräfte anwendbar und stammen vor allem von den Mitgliedsorganisationen des Netzwerks Kinderrechte.
Sie können nach Themenfeld und Medienart sortiert und gefiltert werden und sind für pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Bildungsbereichen geeignet. Die Materialien sind auch für die digitale Bildung einsetzbar und bieten viele Ideen und konkrete Handlungsvorschläge für die praktische Integration von Kinderrechten im pädagogischen Alltag. Auf dem Kinderrechte-Portal kann auch jederzeit Material eingereicht werden, um die Sammlung zu ergänzen.
Das Beratungsangebot des Netzwerks gegen Rechtsextremismus richtet sich gleichermaßen an Schüler_innen, Lehrer_innen, Eltern, Angestellte in Jugendclubs, Streetworker etc., die mit rechtsextremen und menschenverachtenden Entwicklungen konfrontiert sind. Hier gibt es unterschiedliche Reaktions- und Handlungsmöglichkeiten, die gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden.
Im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt arbeiten staatliche und nichtstaatliche Träger zusammen. Das Beratungsnetzwerk hält solche Angebote im Land vor, die es anlassbezogen und auf Grundlage lokaler Recherchen ermöglichen, in enger Kooperation mit den Zuständigen vor Ort passgenaue Handlungsstrategien bei der Bewältigung rechtsextremer Vorfälle zu entwickeln.
Das Netzwerk mit seinen im Land verteilten Projekten und Anlaufstellen steht für fachkompetente Beratung in Kommunalpolitik, Schulen und Kindergärten, Jugend- und Sportvereinen, Kirchen, Bündnisse gegen Rechts und weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Mit dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus fördern Bund und Land gemeinsam zentrale Strukturen der Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung in Sachsen-Anhalt.
Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier.
Das Zeitzeugenportal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde im Juni 2009 mit Unterstützung des Bundesministeriums des Innern und der deutschen Bundesländer eingerichtet. Die Idee des Portals besteht darin, „Erinnerungsbrücken" für junge Menschen zu bauen, welche die einstige DDR sowie die deutsche Zweistaatlichkeit nicht aus eigenem Erleben kennen, und zugleich Lehrkräften Unterstützung bei der Suche nach Zeitzeugen und zugleich bei deren unterrichtlichem Einbezug zu geben.
Das Online-Portal vermittelt den Kontakt zu Zeitzeugen, welche die Jahre der deutschen Teilung miterlebt und an deren Überwindung mitgewirkt haben. Diese können im Rahmen von Unterricht und Projektarbeit in der Schule oder auch bei der Nutzung außerschulischer Lernorte eingeladen werden. Die breite Auswahl ermöglicht den gezielten Zugriff auf Zeitzeugen aus dem Gebiet Sachsen-Anhalts.
Über die Zeitzeugendatenbank hinaus bietet das Portal kompakte Unterrichtsmaterialien und didaktische Konzepte zu den thematischen Schwerpunkten Volksaufstand 17. Juni 1953, Mauerbau und innerdeutsche Grenze sowie Friedliche Revolution und Deutsche Einheit 1989/90 an.
„Das andere Leben“ ist ein musikalisches untermaltes Live-Hörspiel, bei dem der Schauspieler Herr Thomas Darchinger aus der Biografie des Überlebenden der Shoah Herrn Solly Ganor liest. Zudem richtet Thomas Darchinger zwei Reden an die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die dadurch zum Nachdenken über für unsere Gesellschaften zentrale Werte wie Offenheit, Respekt und Toleranz angeregt werden. Das Stück geht der Frage nach, warum Demokratie immer wieder verteidigt werden muss.
Die Veranstaltung beginnt mit einer einführenden Grundsatzrede, die das Bewusstsein für demokratische Werte und die Gefahren von Passivität und Demagogie schärfen soll. Im Anschluss daran folgt das Herzstück der Veranstaltung: das Live-Hörspiel, das die bewegende Autobiographie von Solly Ganor zum Leben erweckt. Unter der Regie und Gesamtleitung von Thomas Darchinger und begleitet von der berührenden Musik des Ensemble Kontai, wird das Publikum in die erschütternden Erlebnisse und die unerschütterliche Menschlichkeit von Solly Ganor hineingezogen. Nach dem Live-Hörspiel folgt ein eindringlicher Appell zur Erneuerung und Vitalisierung unserer freiheitlich-pluralistischen Werte. Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein direkter Dialog mit den Schülerinnen und Schülern, der Raum für Fragen und Reflexion bietet und die Möglichkeit eröffnet, das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten und zu diskutieren.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung.
Mit einer TaskCard zur Islamismusprävention in Sozialen Medien erhalten schulisches und pädagogisches Lehrpersonal schnellen Zugriff auf aktuelle Informationen zum Thema. Außerdem werden Ansprechpersonen, Beratungsstellen und Fortbildungsmöglichkeiten benannt.
Nachdem im Herbst 2021 der Verfassungsschutz darauf hingewiesen hatte, dass Menschen, die sich online radikalisieren, immer jünger werden, hat sich unter Leitung der Landeskoordinierungsstelle Islamismusprävention Sachsen-Anhalt im MS eine Arbeitsgruppe verschiedener Akteure gebildet. Diese Arbeitsgruppe hat nun unter Federführung von Ufuq eine TaskCard geschaffen, mit der schulisches und pädagogisches Lehrpersonal in LSA schnellen Zugriff auf aktuelle Informationen zum Thema erhalten. Außerdem werden Ansprechpersonen, Beratungsstellen und Fortbildungsmöglichkeiten benannt.