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Inhaltlich verantwortlich: Redaktion bildung-lsa.de
Eingestellt am: 25.03.2026
Stand vom: 27.03.2026

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Das LISA unterstützt die Startchancen-Schulen in den Bereichen Mathematik und Sprachbildung, um die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler in diesen Lernfeldern zu stärken.

 

Dazu werden ab dem Schuljahr 2026/27 Themennetzwerke gegründet, die der Professionalisierung der Lehrkräfte und der nachhaltigen schulischen Konzeptarbeit dienen. Lehrkräfte aus den Startchancen-Schulen sind eingeladen, in den Netzwerken mitzuarbeiten.

 

Funktion der Themennetzwerke
Die Themennetzwerke im Startchancen-Programm Sachsen-Anhalt unterstützen Schulen bei der Unterrichts- und Schulentwicklung. Sie helfen, schulische Entwicklungsziele fachlich fundiert zu planen und so aufzubereiten, dass diese nicht als kurzfristige Einzelmaßnahmen stehen bleiben, sondern dauerhaft in das Schulprogramm integriert werden. Im Fokus steht dabei die Stärkung der Basiskompetenzen, insbesondere in Deutsch und Mathematik.
Netzwerk statt klassischer Fortbildung

Ein Netzwerkformat wird bewusst einer klassischen Fortbildung vorgezogen, weil Schulentwicklung als gemeinsamer, längerfristiger Prozess gestaltet wird. Über etwa ein bis eineinhalb Jahre arbeiten Schulen im Netzwerk zusammen: Sie tauschen Erfahrungen aus, reflektieren Herausforderungen und teilen erfolgreiche Ansätze. Dadurch entstehen praxisnahe, gemeinsam erarbeitete Lösungen mit hoher Umsetzungsverbindlichkeit.

Die Arbeit der Themennetzwerke gliedert sich in drei Phasen:

 

  • In einer Inputphase werden fachliche Grundlagen geschaffen und Impulse für die Weiterentwicklung erarbeitet.
  • In einer anschließenden Erarbeitungsphase werden gemeinsam Materialien, Konzepte oder Maßnahmen entwickelt und im Netzwerk diskutiert.
  • In der Transferphase steht die schuleigene Umsetzung im Vordergrund, begleitet durch Austausch und Reflexion.


Eine begleitende Evaluation kann den Prozess unterstützen, Fortschritte sichtbar machen und die Weiterentwicklung gezielt steuern.

 Informationsveranstaltungen für SCP-Schulen
Donnerstag, 23.04.2026, 14:00-16:00 Uhr Informationsveranstaltung zu Themennetzwerken Sprachbildung für Grundschulen ( 25A0102032-02) LISA Magdeburg
Mittwoch, 29.04.2026, 14:30-15:30 Uhr

Informationsveranstaltung zu Themennetzwerken Mathematik für alle Schulformen ( 25A0102200)

online
Mittwoch, 06.05.2026, 15:00-17:00 Uhr

Informationsveranstaltung zu Themennetzwerken Sprachbildung für weiterführende Schulen ( 25A0102100)

LISA Magdeburg
Donnerstag, 21.05.2026, 15:00-17:00 Uhr

Informationsveranstaltung zum Themennetzwerk Leseförderung für alle Schulformen ( 25A0102000)

LISA Halle

Themenschwerpunkte Schuljahr 2026/27
Die Themennetzwerke zur Sprachbildung verbinden Konzeptionierung und konkrete Unterrichtsdidaktik. Im Fokus der kommenden Schuljahre stehen die Bereiche: Lesen (2026/27), Schreiben (2027/28) und Zuhören (2028/29), begleitet durch datengestützte Unterrichts- und Schulentwicklung.
Netzwerke Lesekompetenz für Grundschulen und weiterführende Schulen
Fokussiert wird auf die Stärkung der Lesekompetenz: von der Einführung des Lesebands in der Grundschule über wirksame Schritte zur Leseförderung (Diagnostik, Leseflüssigkeit, Lesestrategien) bis zu Materialien und Methoden sowie „Lesen in Bewegung“ – und setzt dabei Impulse für die Elternarbeit, um Lesen in den Familien zu fördern.
Netzwerke Sprache im Fach, Mehrsprachigkeit, DaZ für Berufsbildende Schulen
Adressiert werden die Themen: Übergang von Alltags- zu Bildungs- und Fachsprache(n), Berufssprache im mehrsprachigen Kontext, Deutsch als Zielsprache im mehrsprachigen Klassenraum sowie Sprachdiagnostik und wirksamer DaZ-Unterricht (inkl. schuleigenem DaZ-Konzept).
Häufig gestellte Fragen
Wer arbeitet im Netzwerk mit?
Die Zusammensetzung des Netzwerks richtet sich nach dem jeweiligen Themenschwerpunkt. Im Themennetzwerk Mathematik werden in der Regel die Fachschaft bzw. das Fachteam Mathematik angesprochen. Dazu gehören Mathematiklehrkräfte sowie weitere Personen, die Mathematik unterrichten oder im Unterricht unterstützen.
Im Themennetzwerk Sprachbildung ist der Mitgliederkreis breiter angelegt, da Sprachbildung eine Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft ist. Hier können je nach schulischem Bedarf und Konzept Lehrkräfte verschiedener Fächer und Jahrgänge sowie weitere pädagogische Mitarbeitende mitwirken.
Wie häufig finden Treffen statt?
Die Themennetzwerke sind über einen Zeitraum von ein bis eineinhalb Jahre angelegt und kombinieren verbindliche Präsenztermine mit flexiblen Formaten. In der Regel finden drei bis vier Präsenztreffen in einer teilnehmenden Schule statt, die bspw. mit Online-Impulsen, Hospitationen, Schulbesuchen ergänzt werden können.
Wer leitet die Themennetzwerke?
Die Themennetzwerke werden von Lehrkräften geleitet, die durch die  Fachkompetenzzentren (FKOM) für diese Aufgabe qualifiziert wurden. Sie verfügen über fundierte fachliche und methodische Kompetenz und kennen die Herausforderungen des Schulalltags aus eigener Unterrichtspraxis. Dadurch können sie die Netzwerkarbeit praxisnah gestalten, realistische Entwicklungspfade aufzeigen und die teilnehmenden Schulen gezielt begleiten. 
Welche Inhalte werden besprochen?
Die Inhalte der Themennetzwerke orientieren sich an den Zielsetzungen des Programms und an den konkreten Entwicklungsbedarfen der Schulen. Zentrale Schwerpunkte sind die Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik sowie eine nachhaltige, evidenzorientierte Unterrichts‑ und Schulentwicklung.
Die Fachkompetenzzentren (FKOM) unterstützen die inhaltliche Ausgestaltung mit wissenschaftlichen Grundlagen aus bewährten Programmen (z. B. QuaMath für Mathematik sowie BiSS Transfer für Sprachbildung und Leseförderung). Gleichzeitig speisen sich Inhalte aus dem Austausch der Schulen untereinander. 
Wie erfolgt der Transfer in die Schulen?
Die entwickelten Inhalte werden schrittweise in die schulischen Teams aufgenommen, an die Bedingungen der eigenen Schule angepasst und in Fachschaften, Gremien und Unterrichtskonzepte eingebunden.
In der Transferphase werden Konzepte, Materialien und Maßnahmen im Unterricht erprobt, kontinuierlich weiterentwickelt und durch kollegialen Austausch begleitet. Dazu gehören Absprachen in Fachkonferenzen, gemeinsame Unterrichtsplanung, Hospitationen bzw. kollegiale Unterrichtsreflexion sowie die Nutzung von Diagnostik‑ und Monitoringdaten (z. B. VERA 3/8, zentrale Klassenarbeiten), um Fortschritte sichtbar zu machen und weitere Schritte zu planen. Der Transfer gilt als abgeschlossen, wenn das von der Gesamtkonferenz verabschiedete Konzept in das Schulprogramm aufgenommen wird.
Wie viele Themennetzwerke sind geplant?
Die Anzahl der Themennetzwerke ist nicht fest vorgegeben, sondern richtet sich entlang der Bedarfe und Ziele. Mehrere Netzwerke sind deshalb sinnvoll, weil sich die Bedarfe der Schulen unterscheiden – etwa hinsichtlich der Ergebnisse aus VERA 3/8, der zentralen Klassenarbeiten oder schulinterner Diagnostik.
Die Netzwerke können Teilbereiche adressieren, z. B. Sprachbildung (Lesen, Schreiben, Zuhören/Sprechen), Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Diagnostik oder datengestützte Unterrichtsentwicklung.
Dadurch arbeiten Schulen mit ähnlichen Fragestellungen zusammen, was die Passung der Inhalte erhöht, den Austausch erleichtert und den Transfer von Good‑Practice‑Beispielen und erprobten Instrumenten beschleunigt.
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