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Inhaltlich verantwortlich: Grit Brandt
Eingestellt am: 26.04.2019
Stand vom: 23.02.2026

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Grit Brandt auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalt (http://www.bildung-lsa.de/index.php?KAT_ID=13752#art38445)

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Beitrag eingestellt von: Frau Grit Brandt
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Bestmögliche Lern- und Bildungschancen für alle – das ist ein zentrales bildungspolitisches Ziel von Bund und Ländern. Je individueller die schulische Förderung auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler zugeschnitten ist, desto besser können Kinder und Jugendliche ihre Potenziale ausschöpfen.

 

Mit ihrer gemeinsamen Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern legen Bund und Länder den Grundstein dafür, dass in Zukunft noch viel mehr Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, ihre Stärken und Talente zu entwickeln – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrem sozialen Status.


Bund und Länder verbessern mit dieser Initiative die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Die klugen Köpfe von morgen zu erkennen und zu fördern ist aber nicht nur gerecht, sondern eine entscheidende Investition in die Zukunft unseres Landes. Die immer komplexeren Probleme unserer Welt brauchen Menschen, die mit hoher Kompetenz, wacher Intelligenz und sozialer Verantwortung zu denken gelernt haben. Dazu werden in der Initiative Leistungsstärkere systematisch entdeckt und gefördert.

 

LemaS-Projektschulen in Sachsen-Anhalt

Individuelle Potenziale erkennen, Stärken stärken und Begabungen optimal fördern, und zwar im Regelunterricht sowie unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozioökonomischem Status - so lässt sich die Intention von LemaS zusammenfassen. Chancen- und Bildungs- gerechtigkeit für alle Schüler schaffen durch die Entwicklung einer begabungsgerechten und leistungsförderlichen Schulkultur.

 

Die Projektschulen in Sachsen-Anhalt haben sich auf diesen Weg begeben, ein gemeinsames Verständnis von Begabung zu entwickeln und passgenau individuell zu fordern und zu fördern. Grundlage für den Erfolg dieser Initiative sind engagierte und den Lernenden zugewandte Lehrkräfte. Ihnen stehen visionäre Schulleitungen sowie ein Team an Unterstützern aus verschiedenen Institutionen und aus Hochschulen und Universitäten zur Seite.

Grundschulen Gemeinschaftsschulen und Integrierte Gesamtschulen
  • Gemeinschaftsschule „Wilhelm Wundt“ Tangerhütte

  • Integrierte Gesamtschule III „Am Planetarium“ Halle

Gymnasien
  •  Landesschule Pforta

  • Dr.-Frank-Gymnasium Staßfurt

  •  CJD Christophorusgymnasium Droyßig

  • Gymnasium Philanthropinum Dessau-Roßlau

  • Latina August Hermann Francke Halle

  • Werner-von-Siemens Gymnasium Magdeburg

  • Gymnasium Jessen

  • Burgenlandgymnasium Laucha

  • Gymnasium Wernigerode

  • Gymnasium Landsberg

  • Jahngymnasium Salzwedel
FAQ
Wofür steht LemaS?
LemaS steht für das auf zehn Jahre angelegte Bund-Länder-Projekt „Leistung macht Schule“.
2016 hatte die KMK die Gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler beschlossen. Zur Intention von LemaS gehören das Erkennen von individuellen Potenzialen, das Stärken von Stärken sowie die optimale Förderung von Begabungen und zwar im Regelunterricht und unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozioökonomischen Status. Ziel ist die Entwicklung einer begabungsgerechten und leistungsförderlichen Schulkultur sowie die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für alle Schülerinnen und Schüler.
 
Was bedeutet 1. und 2. Projektphase?
Das Projekt LemaS unterteilt sich in zwei Projektphasen.
In der 1. Phase (2018-Juni 2023) erarbeiten die Projektschulen gemeinsam mit der Wissenschaft Konzepte, Strategien und Materialien, die sogenannten P³rodukte. Diese in der schulischen Praxis erprobten P³rodukte sollen dazu beitragen, leistungsstarke, begabte und potenziell besonders leistungsfähige Kinder und Jugendliche zu erkennen und sie im Regelunterricht zu fördern. Gleichzeitig dienen sie dazu, Unterrichts- und Schulentwicklungsprozesse zu initiieren.
In der 2. Phase sollen die P³rodukte an weitere, bisher nicht am Projekt beteiligte Schulen transferiert werden. Daher wird die 2. Phase auch Transferphase genannt und beginnt am 1. Juli 2023 und geht bis Ende 2027.
 
Was heißt Transfer?
Die in der 1. Phase des LemaS-Projektes entstandenen P³rodukte sollen in einer 2. Phase (2023-2027) an weitere, bisher am Projekt nicht beteiligte Schulen, sogenannte Transferschulen, weitergegeben werden.
 
Welchen Zeitraum umfasst die Transferphase (2. LemaS-Projektphase)?
Die Transferphase beginnt am 1. Juli 2023 und endet Ende Dezember 2027.
 
Was sind die P³rodukte?
In der 1. Phase der LemaS-Initiative sind mit wissenschaftlicher Unterstützung Strategien, Konzepte und Maßnahmen zum Fördern und Fordern begabter, leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler in der schulischen Praxis entwickelt und erprobt worden. Diese Arbeitsergebnisse werden als P³rodukte bezeichnet.
 
Wie sollen Schulen von Schulen lernen?
Alle am Transfer beteiligten Schulen werden in Transfernetzwerken zusammenarbeiten.
In Sachsen-Anhalt wird es drei thematisch orientierte Netzwerke geben. Jedes Netzwerk wird von einem Multiplikatorenteam geleitet. Zu diesem Team gehört immer ein von den Projektschulen der 1. Phase benannter Multiplikator. Die Übernahme der Multiplikatorrolle ist eine der zentralen Aufgaben dieser Schulen in der 2. Phase der Initiative.
Der Fokus im Transferprozess liegt auf der Weitergabe guter Praxisbeispiele und der Erfahrungen, die diese Schulen in der 1. Phase im Rahmen des Schulentwicklungsprozesses gesammelt haben.
 
Was versteht man unter einem Transfernetzwerk (TNW)?
Ein Transfernetzwerk ist ein thematisch orientiertes Schulnetzwerk der 2. Phase, bestehend aus Multiplikatorenschulen und bis zu 10 Transferschulen. Eine Multiplikatorenschule ist eine Projektschule der 1. Phase, welche im Transfer Verantwortung für die Multiplikation der P³rodukte übernimmt. Eine Transferschule ist eine Bewerberschule, die für die Teilnahme an der 2. Phase von LemaS ausgewählt wurde
 
Welche Aufgaben hat die Steuergruppe der Transferschule?
Neben schulinternen Arbeitsaufgaben verantwortet die Steuergruppe Begabtenförderung einer Transferschule die Koordinierung des Transferprozesses an der eigenen Schule.
 
Welche Voraussetzungen muss eine Lehrkraft für die Mitarbeit in LemaS mitbringen?
Grundsätzlich ist die Teilnahme an der Initiative eine gesamtschulische Angelegenheit, da die Intention darin besteht, einen Schulentwicklungsprozess zu initiieren, der die Ausbildung einer leistungs-und begabungsförderlichen Schulkultur zur Folge hat. Um diesen Prozess zu begleiten, werden schulische LemaS-Projektkoordinatoren als Ansprech- und Kontaktpersonen benötigt, die als Mittler der Kommunikation zwischen Schule und dem TNW, dem Multiplikatorenteam, der Landeskoordination oder den den Transferprozess begleitenden Wissenschaftler wirken.
 
Was sind Netzwerktreffen?
Netzwerktreffen sind halbjährliche Treffen aller schulischen Projektkoordinatoren und der jeweiligen Schulleitung zum projektbezogenen Austausch unter Leitung der Landeskoordination.
 
Welche weiteren Fortbildungen oder andere Veranstaltungen wird es geben?
Veranstaltungsangebote wird es sowohl netzwerkübergreifend in den Querschnittsmodulen als auch TNW-intern geben. Dazu gehören beispielsweise halb- oder ganztägige Fortbildungen, Hospitationen digital oder vor Ort, aber auch Veranstaltungsreihen zur Professionalisierung von Lehrkräften.