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Ethikunterricht  
   
Aufgabenbeispiel zur mündlichen Prüfung in der Sekundarstufe I LISA Halle 2007

 

 

 

Thema: Glücksvorstellungen

 

 

 

Material: Glücksbeschreibungen

 

Wenn ich glücklich bin, dann strahle ich. Nicht nur mein Mund lächelt, nein, ich strahle ganz und gar. Und ich fühle mich dabei stark und so gut, dass es raus muss. Ich jauchze dann, oder sage zehn mal in der Stunde dass alles so schön ist und ich so glücklich bin. Manchmal habe ich dann auch das Gefühl zu platzen, wenn ich es nicht rauslasse. Ich teile mein Glück dann mit den Menschen, Tieren oder sogar mit den Pflanzen die mich in dem Moment umgeben. (Monika 24.04.2006)

 

Glück ist, wenn man sich nicht mehr disziplinieren oder anstrengen muss, glücklich zu sein. Es ist dann einfach da dieses Glücksgefühl, rund um die Uhr. (Peter 27.01.2005)

 

Glück empfand ich heute morgen, als ich vor meinem Schreibtisch saß, den Kopf voller trüber Gedanken und vor mir ein Berg unerledigter Post und Rechnungen. Ich schaute aus dem Fenster und ein glühender, feuerroter Ball erschien am Horizont, verwandelte den trüben Morgen in sanftes Rosa und kräftiges Rot. Ein Glücksgefühl durchströmte mich, denn ich wusste, auch morgen wird die Sonne wieder aufgehen - für mich und für alle anderen Menschen auf der Welt - und was habe ich für ein Glück, dass ich nur von meinem Schreibtisch aufblicken muss, um dieses wunderbare Schauspiel zu erleben. Das war für mich ein sehr glücklicher Moment. (Birgitt 11.01.04)

 

Glück ist - was man daraus macht! (Elisabeth 04.05.03)

 

Glück ist... auf einer Fete zu guter Musik so lange zu tanzen bis meine Haare nass und in Strähnen herunterhängen! .....Und eigentlich gibt es so viele Glücksmomente!! Man darf nicht nur auf DAS große Glück warten! Schon die kleinen Sachen sind es wert zu lächeln, glücklich zu sein...! (Tini 10.10.02)

 

Glück empfinde ich dann, wenn ich spüre, dass alles, was ich brauche, in mir selber ist. Und dass es jetzt schon da ist und nicht in ferner Zukunft. Und auch nicht von irgendeinem anderen Menschen abhängig. (Doris 31.05.2001)

 

http://www.glueckshomepage.net/glueck.htm (21.3.2007)

 

 

 

Aufgabenstellung

 

1. Vergleichen Sie an ausgewählten Beispielen aus dem Material die dargestellten Glücksvorstellungen.
2. Nennen Sie subjektive Glücksvorstellungen und den Stellenwert von Glück im persönlichen Leben.
3. Setzen Sie sich mit zwei Vorstellungen von Glück anhand selbst gewählter Beispiele auseinander und stellen Sie die Ansätze einer Ihnen bekannten Utopie gegenüber.

 

Prüfungsgespräch

 

4. Beurteilen Sie das folgende Sprichwort zum Glück aus der Sicht von Befürwortern und Gegnern und stellen Sie ihre eigene Position dar. „Jeder ist seines Glückes Schmied.“
5. Vergleichen Sie Glücksvorstellungen auf gesellschaftlicher und individueller Ebene und stellen Sie aktuelle Bezüge her.

 

Erwartungshorizont für den Vortrag und das Prüfungsgespräch

 

Aufgabe Erwartungshorizont AFB
I II III
Vortrag
1

Der Prüfling untersucht das Material nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den dargestellten Glücksbeschreibungen. Er wählt Textpassagen aus, die

 

die Spannbreite der Glücksmomente zeigen
die subjektiv erlebten Ursachen für das Glück verdeutlichen
die individuelle Einmaligkeit subjektiver Glücksvorstellungen aufzeigen
1 2  
2

Der Prüfling stellt Glück als einen erstrebenswerten Zustand des Wohlfühlens dar:

 

Bedeutung des Glücks im Sinne von „Glück empfinden“ bzw. „Glück haben“
Glück ist sowohl ein Gefühl als auch ein Zustand
Entscheidend sind dabei nicht die objektiven Tatsachen, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person

 

 

1
1
1
   
3

Der Prüfling stellt zwei der drei Formen des Glücks dar:

 

1. Glück als Wunscherfüllung (Kant), wenn „alles nach Wunsch und Willen geht“, z. B. Erfüllung von materiellen und ideellen Wünschen
2. Glück als erfüllter Augenblick (Hegel), „und plötzlich sieht die Welt ganz anders aus“ – z. B. herausragende Momente des Lebens, welche die Alltagsroutine sprengen
3. Glück als Suche nach einem selbstbestimmten Leben (Aristoteles), „Glück ist höchstes Gut im Leben“ - z. B. bewusste Gestaltung des eigenen Lebensweges und Erfüllung selbst gewählter Ziele

 

 

 

 

 

 

 

2

 

 

 

 

 

 

 

 

4

 

 
 

Verschiedene Beispiele zur Gegenüberstellung sind möglich

(Morus – Utopia, Christentum – Paradies, Kommunismus etc.)

-

Darstellung der Utopie,

Herausarbeitung der innewohnenden Glücksvorstellung und -auffassung

 
2
2
Sprach-kompetenz
flüssige, grammatikalisch richtige Sprechweise
Verwendung von Fachtermini
logischer Aufbau der Darlegungen
 
2
 
Prüfungsgespräch    
4

Die Interpretation des Prüflings erfüllt folgende Kriterien

 

Diesem Sprichwort ist zuzustimmen, denn es nimmt den Menschen als ein freies Wesen ernst und hat eine anspornende Wirkung, man muss die Basis für jede erwünschte Änderung schon bei sich selbst suchen.
Dieses Sprichwort trifft nicht zu, denn es gibt viele Dinge im Leben (Gesundheit, Familie, Arbeit, Gesellschaft, etc.), die für ein glückliches Leben unerlässlich sind, und die ohne unser Zutun gestaltet werden.
Der Prüfling entscheidet sich begründet für ein Urteil.
Beispiele für eigenes Glücksempfinden
Erläuterung des Glücks für gesellschaftliches Klima
Bewerten von divergierenden Glücksvorstellungen zu eigenen Vorstellungen
   

 

 

1

 

 

1

 

 

2
5
verschiedene Antworten sind möglich
 
z.B. gesellschaftliche Glücksvorstellungen (Demokratie, florierende Wirtschaft, Frieden ...)
  individuelle Glücksvorstellungen (menschliches Miteinander, Familie, Wohlergehen ...)
  aktuelle Bezüge
3
4
 
Sprach-kompetenz
situativ angemessenes Reagieren auf Gesprächsimpulse
   
 
1
 
  Bewertungseinheiten insgesamt 9 15 6

 

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Autor/Rechteinhaber: Frau Kathrin QuenzlerEingestellt am:
Stand vom:
11.03.2010
09.12.2016
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