Digitale Dienste
Informationsportal


Die Initiative #EchtJetzt?! der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren über die Gefahren der Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr aufzuklären. Gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, bietet das Projekt präventive Kommunikationsmaßnahmen, um unfallbedingte Verletzungen zu vermeiden.
Für die Mobilitäts- und Verkehrserziehung stehen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Expertinnen und Experten entwickelt wurden. Diese Materialien umfassen Arbeitsaufgaben, Arbeitsblätter sowie einen Wissens-Check mit Lösungsblatt. Ein Elterninformationsflyer hebt die Gefahren der Ablenkung durch Smartphones hervor und betont die Vorbildfunktion der Eltern. Ein Wimmelbild-Malblock und ein Poster im Format A3 ergänzen das Angebot.
Lehrkräfte können die Materialien kostenlos
auf der Homepage herunterladen oder ein Paket mit zusätzlichen Postern, Malblöcken und Informationsflyern über den Shop bestellen. Ergänzend dazu bietet die Initiative Filme an, die im Unterricht eingesetzt werden können. Diese Filme zeigen, wie Jugendliche durch Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr in Gefahr geraten und bieten eine gefahrlose Möglichkeit, solche Situationen zu erleben und alternative Handlungsoptionen zu entwickeln. Die Filme sind sowohl in normaler als auch in Virtual-Reality-Version verfügbar.

Das ZDF bündelt unter
schule.zdf.de ein umfangreiches Angebot an digitalen Medieninhalten für Schulen.
Im Fokus stehen Themen wie politische Bildung, Medienkompetenz und Geschichtswissen. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler finden dort kuratierte Inhalte aus der ZDF-Markenwelt, ergänzt durch Unterrichtsmaterial zum Download. Die Plattform bietet eine detaillierte Suche und eine Gliederung nach Fächern und Themen aus den Lehrplänen, was die Nutzung im Unterricht erleichtert. Viele Videoinhalte stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Neben Angeboten für weiterführende Schulen sind auch Inhalte für jüngere Zielgruppen, etwa von ZDFtivi und "PUR+", abrufbar.
Das ZDF baut außerdem ein Netzwerk an Partnerschulen auf. Dadurch können sich Schulen das ZDF direkt in ihre Klassenzimmer holen. Programmmacherinnen und -macher aus allen Bereichen des ZDF, die vor und hinter der Kamera arbeiten, berichten von ihrer Arbeit. Sie erklären beispielsweise, was seriösen Journalismus von Fake News unterscheidet oder welche Chancen und Herausforderungen Künstliche Intelligenz bietet.
Kooperationen mit Bildungsinstitutionen wie Journalismus macht Schule, #UsetheNews, klicksafe und dem Bundesarchiv erweitern das Angebot. So werden beispielsweise filmische Archivmaterialien in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv bereitgestellt.

![]() | "Distracted Boyfriend Meme" von Antonio Guillem /Lizenz: Keine Lizenz | ![]() |
Das Video wurde tausendfach geteilt und löste eine Diskussion über Rassismus in der Gesellschaft aus. Florian Galbarz, Referent für schulische Medienbildung, und Dr. Sebastian Stoppe, Referent für Online-Kommunikation, vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt ordnen den Vorfall ein.
Warum wird ausgerechnet dieses Lied mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Verbindung gebracht?
Stoppe: „L’amour toujours“ ist ein Dance-Titel des italienischen Musikproduzenten Gigi d’Agostino, der bereits 1999 veröffentlicht wurde. Das Lied ist also weder neu noch in irgendeiner Weise dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen.
Offenbar wird das Lied in rechtsextremen Kreisen mindestens seit Herbst 2023 mit dem fremdenfeindlichen Text benutzt. Es ist ja kein neues Phänomen, Lieder mit neuen Texten zu versehen und auf Partys oder in Discos zu singen. Neu ist aber, dass diese Veranstaltungen gefilmt und im Internet verbreitet werden und damit eine größere Aufmerksamkeit erlangen.

Wenn das Lied spätestens seit Herbst letzten Jahres in diesem Kontext genutzt wurde, warum hat dann erste das Sylt-Video eine so breite Debatte ausgelöst?
Galbarz: Bereits im November 2023 berichtete das Magazin Katapult über
ein Video in den sozialen Medien, in dem das Lied auf einem Dorffest in Mecklenburg-Vorpommern skandiert wurde. Und auch danach wurden mehrere Fälle bekannt, die sich vor Sylt ereignet haben, etwa
bei einer Feier nach einem AfD-Parteitag im Januar 2024 in Franken.
Stoppe: Dass die Diskussion nach dem Sylt-Video so intensiv wurde, liegt daran, dass wir es hier eben nicht mit stereotypen Rechtsextremen zu tun haben, sondern mit einer vermeintlichen Elite. Das waren Personen aus großbürgerlichen Familien in einer hochpreisigen Edeldisco. Dabei zeigt das Video nur, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in allen Gesellschaftsschichten und Regionen Deutschlands anzutreffen sind und Bildung oder finanzielle Unabhängigkeit keine Garantie dafür sind, dass rechtsextremes Gedankengut nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und deshalb waren die Reaktionen so heftig.
Wie kann man mit diesem Vorfall im Speziellen und der Thematik allgemein im Unterricht umgehen?

Understanding TikTok von Marcus Bösch (HAW Hamburg) oder das Magazin
„Mit offenen Augen“ von ARTE.
Stoppe: Auf der anderen Seite sind Schule und Lehrkräfte auch gefordert, Demokratiebildung zu betreiben und mit den Lernenden darüber zu diskutieren. Oft schrecken Lehrkräfte davor zurück, weil es Missverständnis gibt, man müsse sich in der Schule politisch neutral zu verhalten. Das Schulgesetz von Sachsen-Anhalt verpflichtet die Lehrkräfte aber gleich im ersten Paragraphen, die Schülerinnen und Schüler im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erziehen. Das bedeutet, dass nicht einseitig für eine bestimmte Partei geworben werden darf, es bedeutet aber keineswegs, dass auch extremistische Positionen im Unterricht gleichermaßen und ohne Bewertung dargestellt werden müssen. Im Gegenteil: Gerade die Schule muss eine klare Haltung zur Demokratie und zu unseren Grundrechten zeigen.
Galbarz: Am 25. und 26. Oktober wird übrigens die emuKON | 24 diesmal mit dem Thema „Was läuft auf TikTok?“ stattfinden. Auf der Veranstaltung werden wir uns mit der Videoplattform beschäftigen und Anregungen für die schulische Medienbildung anbieten.

![]() | Originalbild von Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz/Stefanie Loos /Lizenz: Keine Lizenz | ![]() |

Diese Sammlung ist ein praktisches Tool für pädagogische Fachkräfte und alle, die sich für Bildung gegen Hass im Netz interessieren. Sie bietet Orientierung für die eigene medienpädagogische und politische Bildungsarbeit gegen Hass im Netz. In über 100 Einträgen sind Materialien, Konzepte, Projekte, Institutionen und Informationen zu finden.
Für die gezielte Suche stehen mehrere Filter zur Verfügung, zum Beispiel nach inhaltlichen Schwerpunkten, Art des Materials und Bundesland des Projektes. Es gibt Projekte und Initiativen aus den Kategorien Beratungsstelle, Bildungsmaterial, Forschungsprojekt, Netzwerk, Wettbewerb sowie Workshops und Fortbildungen.
Die Good-Practice-Sammlung ist ein Angebot der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. im Rahmen ihrer Trägerschaft im Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz und wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Praktiker:innen und Expert:innen aus den Feldern der Medienpädagogik und der politischen Bildung entwickelt. Die Sammlung wird fortlaufend aktualisiert.