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Einrichtung von E-Mail-Apps und Servereinstellungen
Inhaltlich verantwortlich: Redaktion bildung-lsa.de
Eingestellt am: 17.07.2024
Stand vom: 27.02.2026

Dieses Medium ist freies Lern- und Lehrmaterial im Sinne der UNESCO-Initiative Open Educational Ressources (OER) Details zu OER. Sie dürfen diesen Beitrag entsprechend oben angegebener Lizenz verwenden, wenn Sie folgende Quellenangabe benutzen:
Redaktion bildung-lsa.de auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalt (http://www.bildung-lsa.de/index.php?KAT_ID=14633#art44936)
Open Educational Resources

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Der Bildungsserver Sachsen-Anhalt bietet E-Mail-Dienste im Sinne des Telekommunikationsgesetzes für alle Schulen in staatlicher Trägerschaft sowie alle allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft.

 

Für registrierte Lehrkräfte besteht die Möglichkeit, sich eine dienstliche E-Mail-Adresse einzurichten. Hier finden Sie außerdem Informationen und Anleitungen zur Einrichtung verschiedener E-Mail-Apps.

 

Bei Nutzung eines Mailprogramms empfehlen wir Ihnen, für eine verschlüsselte Verbindung zum Mailserver IMAP mit Port 993 und SSL-Verschlüsselung sowie SMTP mit Port 465 ebenfalls mit SSL-Verschlüsselung zu nutzen. Eine Verschlüsselung mit StartTLS ist unsicher und gilt als veraltet.

 

Einrichtung einer Dienst-E-Mail-Adresse 
  1. Wenn Sie sich am Bildungsserver angemeldet haben, klicken Sie auf das Benutzersymbol über Ihrem Namen und dann auf "Nutzerportal". Sie werden auf Ihre persönliche Startseite des Nutzerportals weitergeleitet.
  2. Wählen Sie den Assistenten zur Erstellung Ihrer Dienstmailadresse aus.
  3. Sie sehen nun einen Vorschlag für Ihre E-Mail-Adresse. Dieser wird automatisch aus Ihren angegebenen Daten generiert. Wenn Sie diesen übernehmen möchten, klicken Sie bitte auf Speichern. Wenn Sie diesen Vorschlag nicht übernehmen möchten, tragen Sie die gewünschte E-Mail-Adresse ein und klicken Sie dann auf Speichern.
  4. Ihre dienstliche E-Mail-Adresse ist nun eingerichtet.
  5. Wir empfehlen Ihnen für das Verwalten Ihres E-Mails die Nutzung von Mozilla Thunderbird. Das Programm ist kostenfrei und Open Source , es können mehrere Postfächer zentral verwaltet und mit Filtern, Tags und schneller Suche eingehende Mails effizient sortiert, priorisiert und archiviert werden. Die nötigen Servereinstellungen für IMAP und SMTP finden Sie unten im Akkordeon.
  6. Alternativ können Sie Ihre Mails weitweit und zu jeder Zeit über den Webmail-Zugang abrufen, den Sie auch oben unter "Digitale Dienste" finden.
Warum werden manche Anhänge bei Empfang oder Versand blockiert?

Einige Dateitypen werden von unserem Mailserver als E‑Mail‑Anhang blockiert, weil E‑Mails ein sehr häufiger Übertragungsweg für Schadsoftware und Phishing sind. Besonders kritisch sind Dateien, die beim Öffnen direkt Programme ausführen können oder die Skripte/Makros enthalten, mit denen sich automatisch weiterer Code nachladen oder ausführen lässt. Im Schulkontext ist das Risiko erhöht, weil Anhänge oft zwischen vielen Personen weitergeleitet werden und nicht immer klar ist, woher eine Datei ursprünglich stammt.

 

Blockiert werden deshalb insbesondere ausführbare Dateien (z. B. .exe, .bat, .cmd, .scr). Diese können beim Starten unmittelbar Schaden anrichten, etwa Schadsoftware installieren oder ungewollt Daten verschlüsseln.

 

Ältere Office-Formate wie .doc, .xls, .ppt (sowie Vorlagen wie .dot, .xlt) werden häufig in Angriffsmails missbraucht und sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu empfehlen. Zusätzlich werden makrofähige Office-Formate wie .docm, .xlsm, .pptm (und entsprechende Vorlagen .dotm, .xltm) blockiert. Diese Dateitypen sind ausdrücklich dafür gedacht, Makros zu enthalten. Das sind kleine Programme innerhalb eines Dokuments – sie können zwar für Automatisierungen nützlich sein, werden aber sehr oft genutzt, um Schadcode auszuführen oder Inhalte aus dem Internet nachzuladen.

 

Außerdem werden weitere riskante Formate blockiert, weil sie Code ausführen oder Systemeinstellungen verändern können.

  • Empfehlungen: Was kann man gut und sicher versenden?


    Für den normalen Austausch von Dokumenten sind moderne Office-Formate wie .docx, .xlsx, .pptx oder OpenDocument-Formate wie z. B. .odt die beste Wahl. Sie sind aktuelle Standardformate und nicht als Makro-Dateien vorgesehen.


    Wenn Inhalte nur gelesen oder ausgedruckt werden sollen, ist der Versand als PDF besonders geeignet.


    Wenn in Ausnahmefällen tatsächlich Makros benötigt werden, sollten solche Dateien nicht per E‑Mail-Anhang verschickt werden, sondern über eine schulische Dateiablage/Cloud mit Berechtigungen (ggf. nach Rücksprache mit der IT), damit Zugriff und Herkunft besser kontrolliert werden können.

IMAP- und SMTP-Einstellungen
  Posteingangsserver Postausgangsserver
Servertyp/Protokoll IMAP SMTP
Serveradresse mail.bildung-lsa.de  
Port

993

465

Verbindungssicherheit/Verschlüsselung TLS/SSL  
Benutzername Ihr Anmeldename beim Bildungsserver  
Passwort Ihr Passwort beim Bildungsserver  
Authentifizierungsmethode Passwort, normal  
Einrichtung von Mozilla Thunderbird
  1. Öffnen Sie Thunderbird und klicken Sie oben rechts auf die Menü-Schaltfläche (drei waagerechte Striche).

  2. Klicken Sie auf Konto-Einstellungen.

  3. Klicken Sie nun auf Konto-Aktionen und wählen Sie die Option E-Mail-Konto hinzufügen.

  4. Geben Sie nun Ihren vollständigen Namen, Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein. Klicken Sie auf Manuell einrichten.

  5. Thunderbird_Windows4.jpgGeben Sie nun die oben angegebenen Konfigurationseinstellungen unseres Servers ein.

  6. Bestätigen Sie die Eingaben. Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.

Einrichtung von Apple Mail für Mac
  1. Bildschirmfoto_2021_11_17_um_12.33.29.pngUm das E-Mail-Konto hinzuzufügen, klicken Sie auf Mail und dann auf Account hinzufügen.

  2. Mail_bersicht.pngWählen Sie Anderer Mail-Account... aus.

  3. Tragen Sie nun Ihren vollständigen Namen, E-Mail-Adresse und Passwort ein. Danach klicken Sie auf Anmelden. Apple Mail sucht nun nach den Servereinstellungen.

  4. Servereingabe.pngKurz darauf öffnet sich bei Ihnen ein Fenster, in welchem Sie die Konfigurationseinstellungen unseres Servers eintragen müssen.

  5. Anschließend klicken Sie erneut auf Anmelden. Es erscheint ein Fenster, wo Sie die Apps auswählen sollen, welche mit der eingegebenen Mailadresse genutzt werden sollen.

  6. Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.

Einrichtung für Apple Mail für iPad
  1. Um das E-Mail-Konto auf Ihrem iPad hinzuzufügen, öffnen Sie zunächst die Mail-App.

  2. Start.pngWählen sie im folgenden Auswahlmenü Andere.

  3. Tragen Sie nun Ihren vollständigen Namen, E-Mail-Adresse und Passwort ein. Danach klicken Sie auf Weiter. Apple Mail sucht nun nach den Servereinstellungen.

  4. Serverkonfig.pngKurz darauf öffnet sich bei Ihnen ein Fenster, in welchem Sie die Konfigurationseinstellungen unseres Servers eintragen müssen.

  5. Anschließend klicken Sie erneut auf Weiter. Es erscheint ein Fenster, wo Sie die Apps auswählen sollen, welche mit der eingegebenen Mailadresse genutzt werden sollen.

  6. Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.

E-Mail-Nutzung über Webmail 
  1. Öffnen Sie den Webmailer oben auf dieser Seite unter "Digitale Dienste" oder über die URL https://portal.bildung-lsa.de/webmail

  2. Geben Sie ggf. Ihre Anmeldedaten für den Bildungsserver-Account ein.

Hinweis zur Nutzung der neuen Outlook-App für Android, iOS und Windows 

Wir raten dringend davon ab, die neue Outlook‑App für Android, iOS und Windows 10 bzw. 11 für dienstliche E‑Mail‑Konten zu verwenden. Diese Anwendungen übermitteln persönliche Zugangsdaten und Postfachinhalte an Microsoft‑Cloud‑Dienste und ermöglichen dort Zugriff und Auswertung – unabhängig davon, ob es sich um IMAP‑ oder POP3‑Konten handelt.

 

Die Nutzung dieser Apps für dienstliche Konten ist daher problematisch, da die Weitergabe persönlicher Zugangsdaten nicht zulässig ist.

 

Falls Sie die genannten Apps bereits verwenden, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Deinstallieren bzw. deaktivieren Sie die App auf Ihrem Gerät.
  • Ändern Sie ggf. umgehend Ihr Passwort.

Als sichere Alternativen empfehlen wir die Webmail‑Oberfläche oder E‑Mail‑Programme mit direkter IMAP/SMTP‑Verbindung und TLS wie z. B. Mozilla Thunderbird.

Warum IMAP und nicht POP3?
Der Bildungsserver-Support empfiehlt die Nutzung von IMAP (Internet Message Access Protocol) für die Verwaltung Ihrer E-Mails.

 

  • IMAP (Internet Message Access Protocol)

    Mit  IMAP bleiben alle E-Mails zentral auf dem Server gespeichert, was Ihnen ermöglicht, von verschiedenen Geräten wie Computern, Smartphones oder Tablets gleichzeitig auf Ihre Nachrichten zuzugreifen. IMAP synchronisiert kontinuierlich alle Aktionen, die Sie mit Ihren E-Mails durchführen. Wenn Sie eine E-Mail auf einem Gerät lesen, löschen oder in einen Ordner verschieben, wird diese Aktion auf allen anderen Geräten ebenfalls ausgeführt.

    Da die E-Mails auf dem Server verbleiben, können Sie jederzeit und von überall auf Ihre vollständige E-Mail-Historie zugreifen, solange Sie eine Internetverbindung haben. Diese Flexibilität ist besonders vorteilhaft für Personen, die häufig unterwegs sind oder mehrere Geräte verwenden. Da die E-Mails auf dem Server gespeichert bleiben, sind sie auch bei einem Geräteverlust oder -wechsel sicher. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Nachrichten verloren gehen, wenn Sie Ihr Gerät wechseln oder es beschädigt wird.

  • POP3 (Post Office Protocol)

    Im Gegensatz dazu speichert  POP3 E-Mails nur lokal auf dem jeweiligen Gerät und löscht sie nach einer bestimmten Zeitspanne vom Server. Dies bedeutet, dass Ihre E-Mails nur auf dem Gerät verfügbar sind, auf dem sie heruntergeladen wurden, und keine Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten stattfindet. Aktionen wie das Lesen oder Löschen von E-Mails werden nicht auf andere Geräte übertragen.

    Zudem erfordert POP3 regelmäßige Backups, da E-Mails nach dem Herunterladen vom Server gelöscht werden und bei einem Geräteausfall verloren gehen können.

     

    POP3 sollte daher nur als Fallback-Lösung verwendet werden, falls IMAP aus technischen Gründen nicht verfügbar sein sollte. Für POP3 muss abweichend von IMAP der Port 995 konfiguriert werden, um eine sichere Verbindung zu gewährleisten. Beachten Sie jedoch, dass die Nutzung von POP3 mit den genannten Einschränkungen verbunden ist und nur in Ausnahmefällen in Betracht gezogen werden sollte.

DKIM und SPF im Detail

Der Bildungsserver setzt das Verfahren DKIM (DomainKeys Identified Mail) ein, um alle ausgehenden E-Mails mit einer digitalen Signatur zu versehen.

 

Diese Technologie stellt sicher, dass E-Mails während der Übertragung nicht verändert werden und Empfängerinnen und Empfänger die Echtheit der Absenderadresse überprüfen können.

 

In Kombination mit dem schon länger eingesetzen Sender Policy Framework (SPF) werden E-Mails vom Bildungsserver durch die Einführung von DKIM von anderen Providern zuverlässiger akzeptiert und seltener als Spam eingestuft.

 

DKIM-Signaturen werden automatisch auf dem Mailserver erstellt, sodass keine Anpassungen an den E-Mail-Programmen notwendig sind.

 

  • DKIM (DomainKeys Identified Mail)

     DKIM ergänzt jede ausgehende Nachricht mit einer digitalen Signatur, die auf unserer Domain basiert. Der empfangende Mailserver überprüft diese Signatur und kann so feststellen, ob die E-Mail unverändert geblieben ist und tatsächlich von unserem Mailserver stammt. Wird die Signatur erfolgreich validiert, erhöht dies die Glaubwürdigkeit der E-Mail. Manipulationen während der Übertragung würden sofort erkannt, und Empfänger:innen können sich darauf verlassen, dass E-Mails von unserem Server authentisch und unverfälscht eintreffen.

  • SPF (Sender Policy Framework)

     SPF ist ein Verfahren, mit dem festgelegt wird, welche Mailserver im Namen unserer Domain E-Mails versenden dürfen. Empfangende Mailserver prüfen anhand dieser Information, ob eine eingehende Nachricht tatsächlich von einem autorisierten Server stammt. E-Mails, die diese Prüfung nicht bestehen, können abgelehnt oder als verdächtig markiert werden. Auf diese Weise wird der Missbrauch unserer Absenderadresse durch Dritte erschwert, und die Wahrscheinlichkeit, dass Empfänger:innen gefälschte Nachrichten im Namen unserer Domain erhalten, deutlich reduziert.

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Informationen zu Spam und Phishing
Inhaltlich verantwortlich: Redaktion bildung-lsa.de
Eingestellt am: 05.06.2023
Stand vom: 27.02.2026

Dieses Medium ist freies Lern- und Lehrmaterial im Sinne der UNESCO-Initiative Open Educational Ressources (OER) Details zu OER. Sie dürfen diesen Beitrag entsprechend oben angegebener Lizenz verwenden, wenn Sie folgende Quellenangabe benutzen:
Redaktion bildung-lsa.de auf dem Bildungsserver Sachsen-Anhalt (http://www.bildung-lsa.de/index.php?KAT_ID=14633#art42960)
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Lizenzangaben der eingebundenen Medien
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Immer wieder sind Spam- und Phishingmails im Umlauf, die unerwünschte Werbung enthalten, zur Eingabe persönlicher Daten auffordern oder mit gefälschten Absenderadressen versendet werden.

 

Spam- und Phishingmails sind ein globales Phänomen und betreffen alle E-Mail-Dienste weltweit. Ein großer Teil der unerwünschten Nachrichten wird automatisiert und in sehr hohen Stückzahlen versendet. Deshalb ist Spamfilterung immer ein Zusammenspiel aus technischen Schutzmaßnahmen und umsichtigem Verhalten der Nutzenden.

 

Hier sind einige Hinweise zum Umgang mit Spam- und Phishingmails:  

Kurzcheck: Worauf sollte ich achten?
  • Absenderadresse passt nicht zum Inhalt

  • Unerwartete Inhalte von bekannten Absendern

  • Unerwartete Anhänge oder Links

  • Dringende Aufforderung zum Handeln

  • Rechtschreib- oder Grammatikfehler, holprige oder fremde Sprache
  • Im Zweifel gilt: nicht klicken, nicht antworten, Nachricht löschen – nur bei Verdacht auf Phishing den Support informieren.
Warum bekomme ich Spam? Wie sicher ist der E-Mail-Dienst?
  • Spammails sind massenhaft verschickte Nachrichten, die meist unerwünschte Werbung oder Betrugsversuche (Scams) enthalten. Manchmal dienen sie auch als Köder für weiterführende Angriffe. Die Grenzen zum Phishing können fließend sein.
  • Spamfilter sind ein wichtiger Schutz, aber nicht unfehlbar. Unser Spamfilter blockiert bereits sehr viele Spammails. Diese werden schon beim Eintreffen auf dem Mailserver blockiert und gar nicht in den Posteingang zugestellt.

  • Trotzdem gibt es Graubereiche: Angreifer verändern Absender, Inhalte und Versandwege laufend, um Erkennung zu umgehen. Gleichzeitig muss ein Maildienst so eingestellt sein, dass legitime E-Mails zuverlässig ankommen. Manche Nachrichten sehen technisch „verdächtig“ aus, sind aber legitim (z. B. Elternmails von Freemail-Adressen, Weiterleitungen von privaten Konten mit Dokumenten/Scans/Grafiken ohne Betreff oder Text, Einladungen/Benachrichtigungen von Apps, Newsletter, Mails von Schulträgern oder externen Partnern). Ein zu strenger Filter würde wichtige Kommunikation fälschlich aussortieren.

  • Eine inhaltliche Prüfung persönlicher Kommunikation dürfen wir nicht vornehmen, denn es gilt für E-Mails das Fernmeldegeheimnis. Deshalb stützt sich die Bewertung, ob eine Mail Spam ist, vor allem auf technische und formale Indikatoren, z. B. Absenderdomain (passt Absender/Versandweg zusammen?), auffällige Versandmuster (z. B. sehr viele Empfänger, ungewöhnliche Häufigkeit), auffällige Link-/Domain-Merkmale (z. B. Ziel-Domain passt nicht zum behaupteten Absender), auffällige Anhangstypen oder bekannte Schadsoftware-Muster. Diese Merkmale helfen sehr gut, sind aber nicht in jedem Fall eindeutig – daher können Spammails trotzdem im Posteingang ankommen.

  • E-Mail-Adressen von Schulen sind meistens öffentlich auffindbar (z. B. auf Schulhomepages), damit diese leicht erreichbar sind. Zusätzlich können E-Mail-Adressen von Schulen und Lehrkräften auch in Adressbüchern von Eltern oder anderen Kontakten gespeichert sein. Wenn solche Konten kompromittiert werden, können Angreifer darüber an dienstliche Adressen gelangen und diese gezielt anschreiben. Eine Phishing-Mail im Posteingang ist daher kein Indiz für einen Einbruch in den Mailserver oder in Kontaktlisten auf dem Bildungsserver.

  • Wir setzen gängige Schutzmaßnahmen ein (Verschlüsselung der Verbindungen zum Mailserver, Virenprüfung und Spam-Erkennung) und passen Filter regelmäßig an. Dennoch: E-Mail ist ein offenes System – eine 100%ige Filterung ohne Nebenwirkungen ist nicht möglich. Damit wichtige Schulkommunikation nicht „unsichtbar“ in einem Spamordner landet oder fälschlich blockiert wird, markieren wir verdächtige Mails durch einen Hinweis im Betreff.

  • Wenn Spammails eintreffen, kurz prüfen, dann ignorieren und löschen. Nicht antworten, nicht weiterleiten. Informieren Sie unseren Support nur, wenn Sie Passwort-/Login-Aufforderungen, Drohungen, ungewöhnliche Anhänge oder Links erhalten.
Wie erkenne ich Phishing und Schad-Mails?
  • Phishingmails sind betrügerische E-Mails, die sich als vertrauenswürdige Absender (z. B. Bank, Paketdienst oder Arbeitgeber) ausgeben, um die Empfänger zu einer Handlung zu verleiten. Ziel ist meist, Passwörter, Zahlungsdaten oder andere sensible Informationen abzugreifen oder Schadsoftware über Links und Anhänge zu verbreiten.
  • Seien Sie misstrauisch bei E-Mails mit dringenden Handlungsaufforderungen oder Drohungen. Lassen Sie sich Zeit, bevor Sie reagieren oder antworten. Phishing-E-Mails enthalten oft eine dringende Aufforderung zur Aktion, wie das Anklicken eines Links, das Öffnen eines Anhangs oder das Weiterleiten vertraulicher Informationen.
  • Achten Sie auf ungewöhnliche Absenderadressen oder unbekannte Absender. Seien Sie vorsichtig bei Adressen oder Kontonamen, die seltsame Kombinationen von Wörtern oder Zeichen enthalten oder die nicht zu der Einrichtung passen, die sie vorgeben zu sein.

  • Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge von unbekannten oder verdächtigen Absendern. Seien Sie vorsichtig bei ausführbaren Dateien (z. B. mit den Endungen *.exe oder *.bat) und bei Archiven (z. B. *.zip). Achten Sie auf die Dateiendung, manchmal werden ausführbare Dateien als PDF oder andere Formate getarnt (z. B. Dokument.pdf.exe).

  • Auch bei E-Mails von scheinbar bekannten Absendern kann es sich um Phishing handeln, z. B. wenn ein Konto kompromittiert wurde. Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlichen Inhalten, fremdsprachlichen Formulierungen oder einen für den Absender untypischen Ausdruck.
  • Klicken Sie nicht auf unbekannte Links. Wenn die vollständige URL nicht sichtbar ist (z. B. Button), fahren Sie mit der Maus über den Link und prüfen Sie das Ziel. Achten Sie besonders auf den Domainnamen.
  • Geben Sie im Zweifel die Internetadresse des Bildungsservers (www.bildung-lsa.de) direkt selbst in Ihrem Browser ein.
  • Sind Sie sich bei einer E-Mail unsicher, kurz prüfen, dann ignorieren und löschen. Nicht antworten, nicht weiterleiten. Bei Verdacht auf Phishing informieren Sie unseren Support.

Persönliche Informationen und Passwörter
  • Geben Sie niemals persönliche oder vertrauliche Informationen preis, wenn Sie dazu per E-Mail oder telefonisch aufgefordert werden. Dies gilt auch bei vermeintlichen Aufforderungen von persönlich bekannten Kolleg:innen, Führungskräften oder dem Support. Passwörter sollten nur Ihnen selbst bekannt sein.

  • Verwenden Sie starke und unterschiedliche Passwörter für verschiedene Konten.

  • Notieren Sie Passwörter nicht auf Notizzettel, Post-Its etc. und legen Sie diese nicht an Ihrem Arbeitsplatz sichtbar ab. Nutzen Sie stattdessen einen Passwort-Manager.
Software und Updates
  • Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Anwendungen auf dem neuesten Stand.

  • Ziehen Sie vertrauenswürdige Open-Source-Software in Betracht, da sie transparent entwickelt wird und Sicherheitsprobleme oft schneller erkannt und behoben werden.
  • Verwenden Sie aktuelle Antiviren- und Anti-Malware-Programme. Aktuelle Betriebssysteme wie Windows 11 oder macOS haben derartige Tools standardmäßig aktiviert.

  • Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Daten und speichern Sie diese offline oder - passwortgeschützt - in der Cloud.

Kontaktieren Sie den Bildungsserver-Support
  • Wenn Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommt, melden Sie es dem Bildungsserver-Support und unser Team wird der Sache nachgehen.

  • Sollten Sie unbeabsichtigt persönliche Daten bereits preisgegeben haben, ändern Sie schnellstmöglich Ihre Passwörter und melden Sie sich ebenfalls beim Support. Falls personenbezogene Daten betroffen sind, sollten Sie auch die Schulleitung bzw. die/den Datenschutzbeauftragte:n Ihrer Schule informieren.
  • Das Team des Bildungsservers steht Ihnen unter support@bildung-lsa.de oder telefonisch unter +49 345 2042-220 zur Verfügung.

Beispiele 

1. Absender passt nicht zum Inhalt: Mail stammt nicht von bildung-lsa.de, sondern von einem kompromittierten Uni-Konto. 2. Empfänger stehen im BCC (undisclosed-recipients), was teils Datenschutz, teils Spam-Missbrauch sein kann. 3. Ungewöhnliches Layout ohne Personalisierung, auffällige Sprache und Handlungsdruck deuten auf Spam. 4. Verifizierungslink führt nicht zu bildung-lsa.de, sondern zu fremder Domain – klares Phishing-Indiz.

  1. In diesem Fall stammt die E-Mail gar nicht von der Domain bildung-lsa.de, sondern wurde von einem Account der Universität des Saarlandes (der wahrscheinlich selbst kompromittiert wurde) versendet. Hier passen also Absender und Inhalt nicht zueinander.

  2. undisclosed-recipients bedeutet, dass die Empfänger im BCC (Blind Carbon Copy)-Feld standen und die Mail wahrscheinlich an mehrere Empfänger gleichzeitig versendet wurde. Das bedeutet nicht automatisch, dass dies auch eine Spammail ist, weil es aus Datenschutzgründen erforderlich sein kann, dass die Empfänger untereinander ihre nicht Mailadressen sehen sollen. Es kann aber auch für Spammails missbraucht werden.
  3. Die Mail hat ein ungewöhnliches Layout mit einer großen Überschrift.
    Es sind keine personalisierten Inhalte vorhanden, etwa Name oder E-Mail-Adresse. Auch die Sprache ist ungewöhnlich. Die Mail fordert Sie zum sofortigen Handeln auf, was auf Spam hindeutet.
  4. Es wird ein Link zur angeblichen Verifizierung angezeigt. Der Link verweist jedoch nicht auf eine Seite von bildung-lsa.de, sondern in diesem Fall auf eine URL namens https://gsmshopwassenaar.nl/hspvnrwde/... Dies ist in diesem Beispiel das stärkste Anzeichen für einen Phishing-Versuch.

  1. Vorsicht bei vermeintlich "sauberen" Absenderadressen. In diesem Fall wurde tatsächlich eine E-Mail-Adresse mit der Domain bildung-lsa.de als Absender abgegeben, was auf den ersten Blick Vertrauen erzeugt. Absenderadressen lassen sich jedoch ohne großen Aufwand fälschen.

  2. Die Mail hat ein ungewöhnliches Layout mit einer großen Überschrift.
    Obwohl sie von einem deutschsprachigen Angebot zu stammen scheint, ist sie vollständig auf Englisch verfasst, was ein Anzeichen von Spam ist.
    Auffällig ist, dass der Account-Inhaber mit Namen und E-Mail-Adresse direkt angesprochen wird. Spammer erhalten diese Informationen häufig durch infizierte Rechner, wo eine Malware die Adressbücher von E-Mail-Programmen durchsucht und die Daten an die Spammer übermittelt.
    Die Mail fordert Sie zum sofortigen Handeln auf, was ebenfalls auf Spam hindeutet.
  3. Es wird ein Link zur angeblichen Verifizierung angezeigt. Der Link verweist jedoch nicht auf eine Seite von bildung-lsa.de, sondern in diesem Fall auf eine URL namens https://gfsouto.com.br/wp-content/plugins/excr/... Dies ist in diesem Beispiel das stärkste Anzeichen für einen Phishing-Versuch.

  4. Die Grußformel beginnt mit einem Copyright-Zeichen ©, was für eine E-Mail ungewöhnlich ist.
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