Digitale Dienste
Informationsportal

Der Bildungsserver Sachsen-Anhalt bietet E-Mail-Dienste im Sinne des Telekommunikationsgesetzes für alle Schulen in staatlicher Trägerschaft sowie alle allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft.
Für registrierte Lehrkräfte besteht die Möglichkeit, sich eine dienstliche E-Mail-Adresse einzurichten. Hier finden Sie außerdem Informationen und Anleitungen zur Einrichtung verschiedener E-Mail-Apps.
Bei Nutzung eines Mailprogramms empfehlen wir Ihnen, für eine verschlüsselte Verbindung zum Mailserver IMAP mit Port 993 und SSL-Verschlüsselung sowie SMTP mit Port 465 ebenfalls mit SSL-Verschlüsselung zu nutzen. Eine Verschlüsselung mit StartTLS ist unsicher und gilt als veraltet.
Einige Dateitypen werden von unserem Mailserver als E‑Mail‑Anhang blockiert, weil E‑Mails ein sehr häufiger Übertragungsweg für Schadsoftware und Phishing sind. Besonders kritisch sind Dateien, die beim Öffnen direkt Programme ausführen können oder die Skripte/Makros enthalten, mit denen sich automatisch weiterer Code nachladen oder ausführen lässt. Im Schulkontext ist das Risiko erhöht, weil Anhänge oft zwischen vielen Personen weitergeleitet werden und nicht immer klar ist, woher eine Datei ursprünglich stammt.
Blockiert werden deshalb insbesondere ausführbare Dateien (z. B. .exe, .bat, .cmd, .scr). Diese können beim Starten unmittelbar Schaden anrichten, etwa Schadsoftware installieren oder ungewollt Daten verschlüsseln.
Ältere Office-Formate wie .doc, .xls, .ppt (sowie Vorlagen wie .dot, .xlt) werden häufig in Angriffsmails missbraucht und sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu empfehlen. Zusätzlich werden makrofähige Office-Formate wie .docm, .xlsm, .pptm (und entsprechende Vorlagen .dotm, .xltm) blockiert. Diese Dateitypen sind ausdrücklich dafür gedacht, Makros zu enthalten. Das sind kleine Programme innerhalb eines Dokuments – sie können zwar für Automatisierungen nützlich sein, werden aber sehr oft genutzt, um Schadcode auszuführen oder Inhalte aus dem Internet nachzuladen.
Außerdem werden weitere riskante Formate blockiert, weil sie Code ausführen oder Systemeinstellungen verändern können.
Für den normalen Austausch von Dokumenten sind moderne Office-Formate wie .docx, .xlsx, .pptx oder OpenDocument-Formate wie z. B. .odt die beste Wahl. Sie sind aktuelle Standardformate und nicht als Makro-Dateien vorgesehen.
Wenn Inhalte nur gelesen oder ausgedruckt werden sollen, ist der Versand als PDF besonders geeignet.
Wenn in Ausnahmefällen tatsächlich Makros benötigt werden, sollten solche Dateien nicht per E‑Mail-Anhang verschickt werden, sondern über eine schulische Dateiablage/Cloud mit Berechtigungen (ggf. nach Rücksprache mit der IT), damit Zugriff und Herkunft besser kontrolliert werden können.
| Posteingangsserver | Postausgangsserver | |
| Servertyp/Protokoll | IMAP | SMTP |
| Serveradresse | mail.bildung-lsa.de | |
| Port |
993 |
465 |
| Verbindungssicherheit/Verschlüsselung | TLS/SSL | |
| Benutzername | Ihr Anmeldename beim Bildungsserver | |
| Passwort | Ihr Passwort beim Bildungsserver | |
| Authentifizierungsmethode | Passwort, normal | |
Öffnen Sie Thunderbird und klicken Sie oben rechts auf die Menü-Schaltfläche (drei waagerechte Striche).
Klicken Sie auf Konto-Einstellungen.
Klicken Sie nun auf Konto-Aktionen und wählen Sie die Option E-Mail-Konto hinzufügen.
Geben Sie nun Ihren vollständigen Namen, Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein. Klicken Sie auf Manuell einrichten.
Geben Sie nun die oben angegebenen Konfigurationseinstellungen unseres Servers ein.
Bestätigen Sie die Eingaben. Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.
Um das E-Mail-Konto hinzuzufügen, klicken Sie auf Mail und dann auf Account hinzufügen.
Tragen Sie nun Ihren vollständigen Namen, E-Mail-Adresse und Passwort ein. Danach klicken Sie auf Anmelden. Apple Mail sucht nun nach den Servereinstellungen.
Kurz darauf öffnet sich bei Ihnen ein Fenster, in welchem Sie die Konfigurationseinstellungen unseres Servers eintragen müssen.
Anschließend klicken Sie erneut auf Anmelden. Es erscheint ein Fenster, wo Sie die Apps auswählen sollen, welche mit der eingegebenen Mailadresse genutzt werden sollen.
Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.
Um das E-Mail-Konto auf Ihrem iPad hinzuzufügen, öffnen Sie zunächst die Mail-App.
Tragen Sie nun Ihren vollständigen Namen, E-Mail-Adresse und Passwort ein. Danach klicken Sie auf Weiter. Apple Mail sucht nun nach den Servereinstellungen.
Kurz darauf öffnet sich bei Ihnen ein Fenster, in welchem Sie die Konfigurationseinstellungen unseres Servers eintragen müssen.
Anschließend klicken Sie erneut auf Weiter. Es erscheint ein Fenster, wo Sie die Apps auswählen sollen, welche mit der eingegebenen Mailadresse genutzt werden sollen.
Die Einrichtung ist damit abgeschlossen.
Öffnen Sie den Webmailer oben auf dieser Seite unter "Digitale Dienste" oder über die URL https://portal.bildung-lsa.de/webmail.
Geben Sie ggf. Ihre Anmeldedaten für den Bildungsserver-Account ein.
Wir raten dringend davon ab, die neue Outlook‑App für Android, iOS und Windows 10 bzw. 11 für dienstliche E‑Mail‑Konten zu verwenden. Diese Anwendungen übermitteln persönliche Zugangsdaten und Postfachinhalte an Microsoft‑Cloud‑Dienste und ermöglichen dort Zugriff und Auswertung – unabhängig davon, ob es sich um IMAP‑ oder POP3‑Konten handelt.
Die Nutzung dieser Apps für dienstliche Konten ist daher problematisch, da die Weitergabe persönlicher Zugangsdaten nicht zulässig ist.
Falls Sie die genannten Apps bereits verwenden, gehen Sie bitte wie folgt vor:
Als sichere Alternativen empfehlen wir die Webmail‑Oberfläche oder E‑Mail‑Programme mit direkter IMAP/SMTP‑Verbindung und TLS wie z. B. Mozilla Thunderbird.
Mit
IMAP bleiben alle E-Mails zentral auf dem Server gespeichert, was Ihnen ermöglicht, von verschiedenen Geräten wie Computern, Smartphones oder Tablets gleichzeitig auf Ihre Nachrichten zuzugreifen. IMAP synchronisiert kontinuierlich alle Aktionen, die Sie mit Ihren E-Mails durchführen. Wenn Sie eine E-Mail auf einem Gerät lesen, löschen oder in einen Ordner verschieben, wird diese Aktion auf allen anderen Geräten ebenfalls ausgeführt.
Da die E-Mails auf dem Server verbleiben, können Sie jederzeit und von überall auf Ihre vollständige E-Mail-Historie zugreifen, solange Sie eine Internetverbindung haben. Diese Flexibilität ist besonders vorteilhaft für Personen, die häufig unterwegs sind oder mehrere Geräte verwenden. Da die E-Mails auf dem Server gespeichert bleiben, sind sie auch bei einem Geräteverlust oder -wechsel sicher. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Nachrichten verloren gehen, wenn Sie Ihr Gerät wechseln oder es beschädigt wird.
Im Gegensatz dazu speichert
POP3 E-Mails nur lokal auf dem jeweiligen Gerät und löscht sie nach einer bestimmten Zeitspanne vom Server. Dies bedeutet, dass Ihre E-Mails nur auf dem Gerät verfügbar sind, auf dem sie heruntergeladen wurden, und keine Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten stattfindet. Aktionen wie das Lesen oder Löschen von E-Mails werden nicht auf andere Geräte übertragen.
Zudem erfordert POP3 regelmäßige Backups, da E-Mails nach dem Herunterladen vom Server gelöscht werden und bei einem Geräteausfall verloren gehen können.
POP3 sollte daher nur als Fallback-Lösung verwendet werden, falls IMAP aus technischen Gründen nicht verfügbar sein sollte. Für POP3 muss abweichend von IMAP der Port 995 konfiguriert werden, um eine sichere Verbindung zu gewährleisten. Beachten Sie jedoch, dass die Nutzung von POP3 mit den genannten Einschränkungen verbunden ist und nur in Ausnahmefällen in Betracht gezogen werden sollte.
Der Bildungsserver setzt das Verfahren DKIM (DomainKeys Identified Mail) ein, um alle ausgehenden E-Mails mit einer digitalen Signatur zu versehen.
Diese Technologie stellt sicher, dass E-Mails während der Übertragung nicht verändert werden und Empfängerinnen und Empfänger die Echtheit der Absenderadresse überprüfen können.
In Kombination mit dem schon länger eingesetzen Sender Policy Framework (SPF) werden E-Mails vom Bildungsserver durch die Einführung von DKIM von anderen Providern zuverlässiger akzeptiert und seltener als Spam eingestuft.
DKIM-Signaturen werden automatisch auf dem Mailserver erstellt, sodass keine Anpassungen an den E-Mail-Programmen notwendig sind.
DKIM ergänzt jede ausgehende Nachricht mit einer digitalen Signatur, die auf unserer Domain basiert. Der empfangende Mailserver überprüft diese Signatur und kann so feststellen, ob die E-Mail unverändert geblieben ist und tatsächlich von unserem Mailserver stammt. Wird die Signatur erfolgreich validiert, erhöht dies die Glaubwürdigkeit der E-Mail. Manipulationen während der Übertragung würden sofort erkannt, und Empfänger:innen können sich darauf verlassen, dass E-Mails von unserem Server authentisch und unverfälscht eintreffen.
SPF ist ein Verfahren, mit dem festgelegt wird, welche Mailserver im Namen unserer Domain E-Mails versenden dürfen. Empfangende Mailserver prüfen anhand dieser Information, ob eine eingehende Nachricht tatsächlich von einem autorisierten Server stammt. E-Mails, die diese Prüfung nicht bestehen, können abgelehnt oder als verdächtig markiert werden. Auf diese Weise wird der Missbrauch unserer Absenderadresse durch Dritte erschwert, und die Wahrscheinlichkeit, dass Empfänger:innen gefälschte Nachrichten im Namen unserer Domain erhalten, deutlich reduziert.


![]() | Originalbild von Redaktion bildung-lsa.de /Lizenz: CC BY-SA 4.0 | ![]() |
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![]() | Originalbild von KI-generiert /Lizenz: CC0 | ![]() |
Spam- und Phishingmails sind ein globales Phänomen und betreffen alle E-Mail-Dienste weltweit. Ein großer Teil der unerwünschten Nachrichten wird automatisiert und in sehr hohen Stückzahlen versendet. Deshalb ist Spamfilterung immer ein Zusammenspiel aus technischen Schutzmaßnahmen und umsichtigem Verhalten der Nutzenden.
Hier sind einige Hinweise zum Umgang mit Spam- und Phishingmails:
Absenderadresse passt nicht zum Inhalt
Unerwartete Inhalte von bekannten Absendern
Unerwartete Anhänge oder Links
Dringende Aufforderung zum Handeln
Spamfilter sind ein wichtiger Schutz, aber nicht unfehlbar. Unser Spamfilter blockiert bereits sehr viele Spammails. Diese werden schon beim Eintreffen auf dem Mailserver blockiert und gar nicht in den Posteingang zugestellt.
Trotzdem gibt es Graubereiche: Angreifer verändern Absender, Inhalte und Versandwege laufend, um Erkennung zu umgehen. Gleichzeitig muss ein Maildienst so eingestellt sein, dass legitime E-Mails zuverlässig ankommen. Manche Nachrichten sehen technisch „verdächtig“ aus, sind aber legitim (z. B. Elternmails von Freemail-Adressen, Weiterleitungen von privaten Konten mit Dokumenten/Scans/Grafiken ohne Betreff oder Text, Einladungen/Benachrichtigungen von Apps, Newsletter, Mails von Schulträgern oder externen Partnern). Ein zu strenger Filter würde wichtige Kommunikation fälschlich aussortieren.
Eine inhaltliche Prüfung persönlicher Kommunikation dürfen wir nicht vornehmen, denn es gilt für E-Mails das Fernmeldegeheimnis. Deshalb stützt sich die Bewertung, ob eine Mail Spam ist, vor allem auf technische und formale Indikatoren, z. B. Absenderdomain (passt Absender/Versandweg zusammen?), auffällige Versandmuster (z. B. sehr viele Empfänger, ungewöhnliche Häufigkeit), auffällige Link-/Domain-Merkmale (z. B. Ziel-Domain passt nicht zum behaupteten Absender), auffällige Anhangstypen oder bekannte Schadsoftware-Muster. Diese Merkmale helfen sehr gut, sind aber nicht in jedem Fall eindeutig – daher können Spammails trotzdem im Posteingang ankommen.
E-Mail-Adressen von Schulen sind meistens öffentlich auffindbar (z. B. auf Schulhomepages), damit diese leicht erreichbar sind. Zusätzlich können E-Mail-Adressen von Schulen und Lehrkräften auch in Adressbüchern von Eltern oder anderen Kontakten gespeichert sein. Wenn solche Konten kompromittiert werden, können Angreifer darüber an dienstliche Adressen gelangen und diese gezielt anschreiben. Eine Phishing-Mail im Posteingang ist daher kein Indiz für einen Einbruch in den Mailserver oder in Kontaktlisten auf dem Bildungsserver.
Wir setzen gängige Schutzmaßnahmen ein (Verschlüsselung der Verbindungen zum Mailserver, Virenprüfung und Spam-Erkennung) und passen Filter regelmäßig an. Dennoch: E-Mail ist ein offenes System – eine 100%ige Filterung ohne Nebenwirkungen ist nicht möglich. Damit wichtige Schulkommunikation nicht „unsichtbar“ in einem Spamordner landet oder fälschlich blockiert wird, markieren wir verdächtige Mails durch einen Hinweis im Betreff.
Achten Sie auf ungewöhnliche Absenderadressen oder unbekannte Absender. Seien Sie vorsichtig bei Adressen oder Kontonamen, die seltsame Kombinationen von Wörtern oder Zeichen enthalten oder die nicht zu der Einrichtung passen, die sie vorgeben zu sein.
Öffnen Sie keine E-Mail-Anhänge von unbekannten oder verdächtigen Absendern. Seien Sie vorsichtig bei ausführbaren Dateien (z. B. mit den Endungen *.exe oder *.bat) und bei Archiven (z. B. *.zip). Achten Sie auf die Dateiendung, manchmal werden ausführbare Dateien als PDF oder andere Formate getarnt (z. B. Dokument.pdf.exe).
Sind Sie sich bei einer E-Mail unsicher, kurz prüfen, dann ignorieren und löschen. Nicht antworten, nicht weiterleiten. Bei Verdacht auf Phishing informieren Sie unseren Support.
Geben Sie niemals persönliche oder vertrauliche Informationen preis, wenn Sie dazu per E-Mail oder telefonisch aufgefordert werden. Dies gilt auch bei vermeintlichen Aufforderungen von persönlich bekannten Kolleg:innen, Führungskräften oder dem Support. Passwörter sollten nur Ihnen selbst bekannt sein.
Verwenden Sie starke und unterschiedliche Passwörter für verschiedene Konten.
Halten Sie Ihr Betriebssystem und Ihre Anwendungen auf dem neuesten Stand.
Verwenden Sie aktuelle Antiviren- und Anti-Malware-Programme. Aktuelle Betriebssysteme wie Windows 11 oder macOS haben derartige Tools standardmäßig aktiviert.
Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Daten und speichern Sie diese offline oder - passwortgeschützt - in der Cloud.
Wenn Ihnen irgendetwas verdächtig vorkommt, melden Sie es dem Bildungsserver-Support und unser Team wird der Sache nachgehen.
Das Team des Bildungsservers steht Ihnen unter support@bildung-lsa.de oder telefonisch unter +49 345 2042-220 zur Verfügung.
In diesem Fall stammt die E-Mail gar nicht von der Domain bildung-lsa.de, sondern wurde von einem Account der Universität des Saarlandes (der wahrscheinlich selbst kompromittiert wurde) versendet. Hier passen also Absender und Inhalt nicht zueinander.
Es wird ein Link zur angeblichen Verifizierung angezeigt. Der Link verweist jedoch nicht auf eine Seite von bildung-lsa.de, sondern in diesem Fall auf eine URL namens https://gsmshopwassenaar.nl/hspvnrwde/... Dies ist in diesem Beispiel das stärkste Anzeichen für einen Phishing-Versuch.
Vorsicht bei vermeintlich "sauberen" Absenderadressen. In diesem Fall wurde tatsächlich eine E-Mail-Adresse mit der Domain bildung-lsa.de als Absender abgegeben, was auf den ersten Blick Vertrauen erzeugt. Absenderadressen lassen sich jedoch ohne großen Aufwand fälschen.
Es wird ein Link zur angeblichen Verifizierung angezeigt. Der Link verweist jedoch nicht auf eine Seite von bildung-lsa.de, sondern in diesem Fall auf eine URL namens https://gfsouto.com.br/wp-content/plugins/excr/... Dies ist in diesem Beispiel das stärkste Anzeichen für einen Phishing-Versuch.
