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ESF-Programm "Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs"
Programminhalt - eine Kurzdarstellung
Dem Ministerium für Gesundheit und Soziales (MS) sowie dem Kultusministerium (MK) ist es gemeinsam gelungen, Mittel aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) in Sachsen-Anhalt zum Einsatz zu bringen und das Programm „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs" (2007-2013) aufzulegen, um Schulen zu unterstützen und planmäßige Aktivitäten zu fördern . Kernziel und Ausrichtung dieses Programms ist es, die Quote der Schülerinnen und Schüler, die nicht mindestens den Hauptschulabschluss erreichen, signifikant zu senken sowie diesen Rückgang durch frühzeitige Prävention und Intervention langfristig und nachhaltig abzusichern.
Das Programm umfasst drei verknüpfte Module und die zentrale Koordinierungsstelle „Schulerfolg". Das erste Modul beinhaltet den Aufbau regionaler Netzwerke gegen Schulversagen in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt, das zweite ein bedarfsorientiertes sozialpädagogisches Unterstützungsangebot an einzelnen Schulen (Schulsozialarbeit) und das dritte besteht aus bildungsbezogenen Angeboten für Schülerinnen und Schüler, aber auch für gezielte Lehrerfort/-weiterbildung.
Die zentrale Koordinierungsstelle wirkt als Beratungs-, Qualifizierungs-, Vernetzungs- und Managementangebot für die verschiedenen Akteure im Programm. Sie vernetzt überregional Einzelaktivitäten und Partner zu einem Landesprogramm mit gemeinsamer Philosophie und wieder erkennbarem Auftritt, kooperiert mit der wissenschaftlichen Begleitforschung, moderiert Impuls gebend eine kooperative Programmentwicklung und arbeitet besonders eng mit den regionalen Netzwerkstellen.
Entsprechend der Programmausrichtung sind insbesondere Sekundarschulen und Berufsbildende Schulen aufgerufen, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen und vor allem anerkannte freie oder öffentliche Träger der Jugendhilfe zu gewinnen. Diese können sich in Kooperation mit Schulen beim Landesverwaltungsamt / Referat 601 bewerben. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Veröffentlichung unter
Der Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum ESF-Programm-Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs (Schulerfolg sichern!)“ wurde im Landtagsausschuss für Bildung und Kultur am 22.06.2011 vorgestellt. Zum Zwischenbericht (Wiss._Begleitung_ESF_Programm_FINAL.pdf) [Quellen/Lizenz einblenden]
Netzwerkstellen haben die Aufgabe, ein regionales Konzept gegen Schulversagen zu erstellen, zu begleiten und zu etablieren. Dazu beziehen sie die vor Ort existierenden Kindertagesstätten, Schulen aller Schulformen, die anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Familienberatungsstellen sowie Vertreter der Schulträger und der Schulaufsicht ein. [Quellen/Lizenz einblenden]
Bei der Schulsozialarbeit im Rahmen dieses Programms geht es um die Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen zum Ausgleich sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigungen bzw. um deren Überwindung. Alle Maßnahmen können nur in Verantwortungsgemeinschaften und nicht in Abgrenzung voneinander gelingen. Schule nimmt dabei ihre inner- und außerunterrichtlichen Regelaufgaben in fachgerechter Qualität wahr. Schulsozialarbeit bedarf insbesondere der Unterstützung durch die Lehrkräfte, denn nur dort, wo sie mit Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen konstruktiv, partnerschaftlich und dialogisch zusammenarbeiten, können die Zielsetzungen von Schulsozialarbeit verwirklicht werden. Gefördert werden sozialpädagogische Projekte an Schulen aller Schulformen, an denen ein nachgewiesener Bedarf für Schulsozialarbeit besteht. [Quellen/Lizenz einblenden]
Mit bildungsbezogenen Angeboten wird die Intention verfolgt, Schule mit zusätzlichen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu versorgen, um, über das an einer Einzelschule vorhandene Handlungsrepertoire hinausgehend, Möglichkeiten zur Sicherung von Schulerfolg zu eröffnen. Bildungsbezogene Angebote dieser Art zielen auf alle an der Schule agierenden Gruppen (z.B. Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrer) und setzen daher auf unterschiedlichen Ebenen schulischen Handelns an. Förderung erfahren schulspezifische und schulübergreifende Maßnahmen inner- und außerhalb von Schulen, die im Rahmen des ESF-Programms „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs" entwickelt und umgesetzt werden. [Quellen/Lizenz einblenden]
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www.schulerfolg.sachsen-anhalt.de