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Bei allen Überlegungen zur effizienten Gestaltung des Übergangs von der Schule in das Berufsleben sollte der Blick auf die allgemeinbildenden Schulen gerichtet werden. Eine zentrale Aufgabe der Schule ist die Sicherung der Ausbildungs- und Studienreife. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Berufswahlkompetenz eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Übergang in eine berufliche Erstausbildung bzw. für ein erfolgreiches Studium.
Nur mit einer verbindlichen und systematischen Berufswahlvorbereitung in den Schulen und geeigneten Maßnahmen zur Studienorientierung können solche wichtigen Zielstellungen realisiert werden, wie
Die Berufswahl der Jugendlichen vollzieht sich in einem komplexen Spannungsfeld hinsichtlich der Anforderungen des Arbeitsmarktes, den Erwartungen des sozialen Umfeldes sowie der individuellen Persönlichkeitsentwicklung.
Die selbstverantwortliche Gestaltung des Überganges in die Berufs- und Arbeitswelt durch die Schülerinnen und Schüler erfordert Wissen über Wege, alternative Angebote, Unterstützungssysteme und Hilfen für den erfolgreichen Start in die berufliche Tätigkeit. Insbesondere die Sekundarschule, in der Schülerinnen und Schüler des fünften bis zehnten Schuljahrganges unterrichtet werden, vermittelt unter Bezugnahme auf das Schulgesetz Sachsen-Anhalt eine allgemeine und berufsorientierte Bildung. Sie übernimmt die Aufgabe, den Heranwachsenden gezielt elementare Zugänge zur Wirtschafts- und Arbeitswelt erschließen zu helfen, die ihnen als Orientierungsgrundlage für das Berufsleben dienen und ihnen den Einstieg in eine berufliche Erstausbildung erleichtern.
Ein wichtiger Partner im Prozess der Berufswahlvorbereitung ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Sie übernimmt auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches III, den gesetzlichen Auftrag, den Jugendlichen eine berufliche Orientierung zu geben und geeignete Ausbildungsmöglichkeiten zu erschließen. Mit einem umfassenden Beratungsangebot und vielfältigen Informationsmöglichkeiten werden die Jugendlichen unterstützt. In einer Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung zwischen dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit sind die Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit beschrieben.
Die Vielfalt der Berufswelt kann nicht allein theoretisch vermittelt werden. Praxisphasen sowohl bei wirtschaftsnahen Bildungsträgern, vor allem aber in Unternehmen selbst, müssen in ausreichendem Umfang, systematisch und kontinuierlich angeboten werden. Ebenso wichtig ist eine regelmäßige professionelle und/oder ehrenamtliche Begleitung der Jugendlichen während der Phase der Berufsorientierung, damit die passenden Anschlussperspektiven ermittelt und die Übergänge erfolgreich gestaltet werden können. Für einen qualifizierten schulischen Beitrag zur Entwicklung von Ausbildungsreife und Berufswahlkompetenz sind darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten der Einbindung von Eltern und externen Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft, wie Kammern und Verbänden, zu berücksichtigen.
Berufswahlvorbereitung ist aktive Wirtschaftsförderung. Durch strukturierte Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Berufsorientierung kann eine effiziente Fachkräfteentwicklung gefördert werden." Landesbeirat für Berufsorientierung Sachsen-Anhalt, 2011
Zehn Bausteine zum Erfolg
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