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Zur übergeordneten RubrikBerufs- und Studienorientierung
SeitenanfangGrundsätze einer nachhaltigen Berufswahlvorbereitung

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"Eine qualifizierte Ausbildung ist der erste Schritt in ein erfolgreiches Berufsleben. Ein wesentliches berufsbildungspolitisches Ziel liegt darin, allen ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung zu eröffnen.

 

Eine gute Berufsausbildung bietet den jungen Menschen unseres Landes die erforderliche berufliche Qualifikation und den Unternehmen, Betrieben sowie Verwaltungen qualifizierten Fachkräftenachwuchs. Fachkräfte sind eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Sachsen-Anhalt.

 

Der Fachkräftebedarf wird in den kommenden Jahren nicht nur wegen der demografischen Entwicklung steigen, sondern auch, weil Fachkräfte in Zeiten rasanten technischen Fortschritts immer mehr zum entscheidenden Produktionsfaktor werden. Damit einher gehen auch qualitative Veränderungen - die Anforderungen an die Qualifikation steigen.

Bei allen Überlegungen zur effizienten Gestaltung des Übergangs von der Schule in das Berufsleben sollte der Blick auf die allgemeinbildenden Schulen gerichtet werden. Eine zentrale Aufgabe der Schule ist die Sicherung der Ausbildungs- und Studienreife. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Berufswahlkompetenz eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Übergang in eine berufliche Erstausbildung bzw. für ein erfolgreiches Studium.

 

Nur mit einer verbindlichen und systematischen Berufswahlvorbereitung in den Schulen und geeigneten Maßnahmen zur Studienorientierung können solche wichtigen Zielstellungen realisiert werden, wie

  • Schaffung von Anreizen für ein hohes schulisches Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler,
  • Anschlussorientierung statt Abschlussorientierung - Schulabschlüsse sind ein Meilenstein, aber kein Schlusspunkt,
  • Eigeninitiative und Selbstverantwortung entwickeln - Lernprozesse selbst steuern,
  • Stärkenorientierung und individuelle Beratung - Entwicklung eines beruflichen Selbstbildes,
  • geschlechtergerechte und geschlechtersensible Berufswahlvorbereitung - Chancengleichheit bei der Berufswahl
  • Verzahnung der Schule mit der Wirtschafts- und Arbeitswelt - Vernetzung nach innen und außen.

 

Die Berufswahl der Jugendlichen vollzieht sich in einem komplexen Spannungsfeld hinsichtlich der Anforderungen des Arbeitsmarktes, den Erwartungen des sozialen Umfeldes sowie der individuellen Persönlichkeitsentwicklung.

 

Die selbstverantwortliche Gestaltung des Überganges in die Berufs- und Arbeitswelt durch die Schülerinnen und Schüler erfordert Wissen über Wege, alternative Angebote, Unterstützungssysteme und Hilfen für den erfolgreichen Start in die berufliche Tätigkeit.

Insbesondere die Sekundarschule, in der Schülerinnen und Schüler des fünften bis zehnten Schuljahrganges unterrichtet werden, vermittelt unter Bezugnahme auf das Schulgesetz Sachsen-Anhalt eine allgemeine und berufsorientierte Bildung. Sie übernimmt die Aufgabe, den Heranwachsenden gezielt elementare Zugänge zur Wirtschafts- und Arbeitswelt erschließen zu helfen, die ihnen als Orientierungsgrundlage für das Berufsleben dienen und ihnen den Einstieg in eine berufliche Erstausbildung erleichtern.

 

Ein wichtiger Partner im Prozess der Berufswahlvorbereitung ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Sie übernimmt auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches III, den gesetzlichen Auftrag, den Jugendlichen eine berufliche Orientierung zu geben und geeignete Ausbildungsmöglichkeiten zu erschließen. Mit einem umfassenden Beratungsangebot und vielfältigen Informationsmöglichkeiten werden die Jugendlichen unterstützt. In einer Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung zwischen dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit sind die Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit beschrieben.

 

Die Vielfalt der Berufswelt kann nicht allein theoretisch vermittelt werden. Praxisphasen sowohl bei wirtschaftsnahen Bildungsträgern, vor allem aber in Unternehmen selbst, müssen in ausreichendem Umfang, systematisch und kontinuierlich angeboten werden. Ebenso wichtig ist eine regelmäßige professionelle und/oder ehrenamtliche Begleitung der Jugendlichen während der Phase der Berufsorientierung, damit die passenden Anschlussperspektiven ermittelt und die Übergänge erfolgreich gestaltet werden können.

Für einen qualifizierten schulischen Beitrag zur Entwicklung von Ausbildungsreife und Berufswahlkompetenz sind darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten der Einbindung von Eltern und externen Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft, wie Kammern und Verbänden, zu berücksichtigen.

 

Berufswahlvorbereitung ist aktive Wirtschaftsförderung. Durch strukturierte Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Berufsorientierung kann eine effiziente Fachkräfteentwicklung gefördert werden."

Landesbeirat für Berufsorientierung Sachsen-Anhalt, 2011

 

 

Zehn Bausteine zum Erfolg

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[Quellen/Lizenz einblenden]
Autor/Rechteinhaber: Frau  Dr. Helga Lohse Eingestellt am:
Stand vom:
02.03.2012
12.03.2012
Autor/Rechteinhaber: Arbeitsgruppe Schule-Wirtschaft am LISA
Eingestellt am:
Stand vom
02.03.2012
12.03.2012
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Quellen:
Berufswahlvorbereitung an den allgemein bildenden Schulen in Sachsen-Anhalt, Leitlinie für einen nachhaltigen Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, 2011
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Rubrik: Berufs- und Studienorientierung

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